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19.02.2010 - Pressestelle TSG Friesenheim
Friesenheim will in Korschenbroich punkten
 
(gek) Die beiden Auftaktspiele im Jahr 2010 liegen hinter der TSG Friesenheim. Die erfolgreichen Auftritte vor heimischer Kulisse gegen Saarlouis und Bietigheim erbrachten neben den anvisierten vier Zählern en passant die Tabellenführung und einen mittlerweile auf zwei Punkte angewachsenen Vorsprung auf die hessische Vertretung aus Hüttenberg. Dabei war insbesondere die Leistung gegen Bietigheim bemerkenswert, denn die Gäste waren chancenlos, was SG-Coach Jochen Zürn ohne Umschweife anerkannte: "Wir haben diese Partie verdient verloren. Es war sehr beeindruckend, wie die TSG heute aufgetreten ist. Friesenheim war uns komplett überlegen. Wir können letztlich
Jan-Lars Gaubatz will mit seinem Team den nächsten Schritt machen - Foto: Reis
froh sein, nur mit vier Toren Unterschied verloren zu haben." Das ist aber Schnee von gestern.

Erstmals im neuen Jahr steht eine Ausfahrt für die "Eulen" an, die wieder von einem Fan-Bus begleitet werden. Diese führt Matschke & Co in den Westen, nach Korschenbroich, mithin zu einem Neuling, der sich beachtlich schlägt. Wie die beiden anderen auch. Mit 23 Pluszählern ist der TV Neuhausen/Erms derzeit auf Rang sechs platziert. Direkt dahinter findet man den TV Korschenbroich, der zwei Zähler weniger ergattert hat. Und die HG Saarlouis ist auf Platz zehn zu finden. Das, was vor Rundenbeginn gängige Meinung unter den Experten war, ist eingetreten - keine Auswahl dieses Aufsteigertrios wird Kanonenfutter sein. Und keine ist nach 20 Saisonetappen akut abstiegsgefährdet. Mit den Neulingen machte die TSG Friesenheim in der laufenden Spielzeit bislang ausnahmslos gute Erfahrungen. Die Formation von Thomas König gewann alle vier absolvierten Begegenungen, schlug zum Jahresausklang 2009 Neuhausen auf eigenem Parkett, siegte in Saarlouis und gab der Gulbicki-Truppe auch in Ludwigshafen das Nachsehen. Und Korschenbroich unterlag den Rothemden am vierten Spieltag und ist nun elfter Gastgeber des Tabellenführers.

Jahresübergreifend hat die Equipe von Khalid Khan die letzten drei Partien verloren. In
Thomas König: "Korschenbroich hat eine eingespielte Mannschaft, die immer am Limit spielt" - Foto: Reis
Essen zog der TVK mit 29:34 den Kürzeren, gegen Bittenfeld, den Rangdritten, setzte es beim 28:30 die dritte Heimniederlage und jüngst reichten nicht einmal 40 Auswärtstore, um in Saarlouis etwas Zählbares zu holen, was Trainer Khalid Khan wie folgt kommentierte: "Wenn man auswärts 40 Tore schießt und nicht gewinnt, dann weiß man, dass es in der Abwehr nicht stimmt. Die HGS hat verdient gewonnen, weil sie vor allem in der 2. Halbzeit mit der besseren Abwehr und einer Reihe von tollen Paraden von Marco Henne auch in diesem Bereich besser war."

Vor der Auseinandersetzung mit den Pfälzern, die ihre letzten drei Spiele
gewonnen haben, macht der Hausherr auf Understatement, sieht sein Team vor einer unlösbaren Aufgabe. "Gegen Friesenheim haben wir keine Chance", so Khan, "wir geben uns da überhaupt keinen Illusionen hin. Wenn die Normalform an den Tag legen, dann ist die TSG definitiv eine Nummer zu groß für uns." Doch auch für diesen Vergleich gilt - es muss erst mal gespielt werden.

Beim TVK, das ist klar, will Chefcoach Thomas König mit seiner Truppe das Punkten fortsetzen. "Korschenbroich hat eine eingespielte Mannschaft, die immer am Limit spielt", erläutert der 46-Jährige. "Die bisherige Heimbilanz von 12:6 Punkten unterstreicht die Heimstärke des Aufsteigers." So fuhren der Fünfte Erlangen, der Bergische HC, der große Aufstiegsfavorit, und auch der Wertungszweite Hüttenberg mit leeren Händen wieder nach Hause. "Es ist sicher keine leichte Aufgabe, die uns in Korschenbroich erwartet, aber wir versuchen, zwei wichtige Punkte zu holen." Linksaußen Philipp Grimm unterstreicht dies: "Korschenbroich spielt einen ganz, ganz starken Tempohandball und eine vorzügliche schnelle Mitte. Doch wir haben zuletzt gegen Bietigheim unsere bisher beste Abwehrleistung geboten. An unserer Defensive haben sich Auer, Kibat und Schulz
immer wieder die Zähne ausgebissen. Wir sind auch auswärts gut drauf und wollen gewinnen."

Mit dem langwierigen Ausfall von Mindaugas Veta und der Tatsache, dass Nils Brandt noch Zeit benötigt, um seinem Team helfen zu können, fehlt Thomas König eine ganze Menge Erfahrung auf der rechten Rückraumseite und in der Abwehr. Aber die Jungen, wie Jan-Lars Gaubatz zum Beispiel, haben es gerade jüngst gegen Bietigheim bewiesen, wie weit sie in ihrer Entwicklung schon sind. Neben den beiden Linkshändern kann auch Andreas Friedrich derzeit Handball nur als Zuschauer verfolgen. Dafür ist Rechtsaußen Thomas Zellmer wieder im
Philipp Grimm: "Wir sind auch auswärts gut drauf und wollen gewinnen" - Foto: Reis
Kader.

Das Match leiten Harald Schembs aus Nackenheim und Markus Weyell aus Nieder-Olm. Der Anwurf erfolgt am Samstag, 20. Februar 2010, um 19.30 Uhr in der Waldsporthalle.

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