Anwurf zum 11. Heimspiel, Delitzsch kommt -
Warm-up
|
(gek) Wenn andere loben, die Leistung des
Gegners neidlos anerkennen, dann ist das für den, dem der Beifall gilt, eine
schöne Sache. Jüngst nahmen zwei Trainer bei ihren Statements verdienst- und
ehrenvolle Sätze in den Mund, die den Ballwerfern der TSG Friesenheim
gegolten haben. Bietigheims Coach Jochen Zürn, zum Beispiel, sagte nach der
25:29-Niederlage seines Teams: "Wir haben diese Partie verdient verloren. Es
war sehr beeindruckend, wie die TSG heute aufgetreten ist. Friesenheim war
uns komplett überlegen. Wir können letztlich froh sein, nur mit vier Toren
Unterschied verloren zu haben." Wenige Tage später war von Khalid Khan,
Korschenbroichs Trainer, vor dem Auftritt |
 |
|
Kevin Klier: "Wir wollen unsere Heimserie unbedingt fortsetzen und gewinnen" - Foto: Reis |
|
der Rothemden in der Waldsporthalle,
folgendes zu lesen: "Gegen Friesenheim haben wir keine Chance, wir geben uns
da überhaupt keinen Illusionen hin. Wenn die Normalform an den Tag legen,
dann ist die TSG definitiv eine Nummer zu groß für uns." Und nach den
sechzig Spielminuten legte der bald 44-Jährige nach: "Ich habe absoluten
Respekt vor dem, was in den letzten Jahren in Friesenheim aufgebaut worden
ist. Wenn ich es einer Mannschaft gönne aufzusteigen, dann ist das sicher
die TSG." Die Mannschaft von Thomas König hatte in Korschenbroich gerade mit
36:31 gewonnen.
Ein drittes Beispiel noch, das etwas länger
zurückliegt. Gehen wir bei dieser Betrachtung zurück in den Oktober des
letzten Jahres. Die Pfälzer hatten im DHB-Pokal die dritte Runde erreicht
und empfingen zwei Tage nach dem Heimsieg über Groß-Bieberau den TSV
Dormagen. Der Erstligist wurde mit 31:26 geschlagen, nachdem er zur Pause
noch mit zwei Toren vorne lag. Kai Wandschneider sprach nach dem Match frei
von der Leber: "Ich hätte es der TSG Friesenheim so gegönnt aufzusteigen. Da
steht ein schlüssiges Konzept dahinter, und da wird überwiegend mit
deutschen Spielern gearbeitet. Stattdessen steigt Hannover auf, eine
Mannschaft also, die eine hohe Ausländerquote hat."
Dieses Thema runden wir aber dennoch mit
Lob des eigenen Trainers ab, der folgende Kommentare abgab: zum
Dormagen-Spiel - "In der zweiten Halbzeit hat einfach alles gestimmt", zur
Partie gegen Bietigheim - "Ich bin überrascht, was meine Mannschaft aufs
Parkett gelegt hat, das war sensationell. Wir haben in der Abwehr lange
nicht mehr so stark gespielt wie heute", und zur Begegnung in Korschenbroich
- "Im Ganzen war das heute eine ordentliche Mannschaftsleistung. Es ist ein
verdienter Sieg für uns und ein wichtiger obendrein."
Mit drei Siegen im neuen Jahr ist die TSG
Friesenheim glänzend aus der EM-Pause gekommen, obwohl die Vorbereitung
alles andere als optimal gelaufen war. 4:2 Zähler schaffte der nächste
Kontrahent, der SV Concordia Delitzsch, der elfter Gast in Ludwigshafen und
derzeit Siebter ist. Herzlich willkommen in der Pfalz und eine separates
"hallo" geht an Trainer Uwe Jungandreas.
"Delitzsch ist ein sehr guter Zweitligist,
der nichts zu verlieren hat", warnt Torwart Kevin Klier. "Delitzsch zeichnet
eine stabile und sehr variable Abwehr aus, und das Team versteht es zu
kämpfen. Handballerisch wird das wieder ein ganz anderes Spiel als zuletzt
das in Korschenbroich. Klar ist, dass wir unsere Heimserie unbedingt
fortsetzen und gewinnen wollen." Ein Heimsieg - den wünschen wir uns, den
Trainern, den Spielern und natürlich auch allen Fans.
Apropos Fans: Zur Partie begrüßen wir ganz
besonders die Kinder und Jugendlichen des LuZIE nebst ihren Betreuerinnen
und Betreuern. Viel Spaß beim Spiel und wir hoffen, dass dem ersten Besuch
eines Handballspiels noch weitere folgen werden. |