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26.02.2010 - Pressestelle TSG Friesenheim
Porträt 1. SV Concordia Delitzsch
 
(ste) Zum dritten Heimspiel im Jahr 2010 erwarten die „Eulen“ den 1. SV Concordia Delitzsch. Die Sachsen müssen für das heutige Spiel eine Anreise von annähernd 500 Kilometern in Kauf nehmen und möchten sich daher entsprechend teuer verkaufen. Diese weiten Strecken stehen für die Delitzscher Handballer jedes zweite Wochenende an und dies schlägt sich auch auf die Auswärtsbilanz aus. Erst drei Mal gelang ein doppelter Punktgewinn auf fremden Parkett in dieser Saison. Der letzte Auswärtssieg liegt zwar mehr als vier Monate zurück, dennoch verkaufte man sich immer teuer in fremden Hallen. Der Tabellensiebte lebt vor allem von seiner Heimstärke und versucht mit jungen Spielern auch in den folgenden Jahren sich in der zweiten Bundesliga zu etablieren. Dabei spielten die Concorden vor vier Jahren gar für ein Jahr in der ersten Bundesliga. Nach einer Spielzeit voller Pleiten, Pech und Pannen stieg man wieder in die zweite Liga ab und musste seitdem kleinere Brötchen backen. In den letzten Wochen kamen gar Informationen über kurzeitige finanzielle Schwierigkeiten auf, die mittlerweile jedoch ad acta gelegt werden konnten. Auch eine eventuell geplante Fusion mit dem aufstrebenden Traditionsverein DHfK Leipzig kommt nun doch nicht zu Stande.

Handball in Delitzsch, vor den Toren von Leipzig, wurde mit der Neugründung des 1. SV Concordia Delitzsch populär. Im Jahr 1994 wurde der eigentlich 1910 gegründete Verein neu belebt und nur zwei Jahre später schaffte man als Sachsenmeister den Aufstieg in die Regionalliga.
 
Der Verein
Anschrift:
Concordia Spielbetriebsverwaltungs GmbH Oststraße 11
04509 Delitzsch


Internet:
www.concordia-delitzsch.de
Die Transfers
Gekommen:
Cristian Telehuz (CSM Pitesti/ROM), Rene Boese (Füchse Berlin), Steve Baumgärtel (Dessau-Rosslauer HV), Sebastian Bliß, Koji Akatsuka, Martin Müller (alle Juniorteam)


Gegangen:
Wladimir Maltsev (Karriereende), Maximilian Weiß (HSG Düsseldorf), Jan Löffler (Auslandsstudium), Georg Eulitz, Manuel Röttig (beide LVB Leipzig), Ole Dietzmann (DHfK Leipzig), Robert Kählke (HC Neuruppin)
Der Trainer
Uwe Jungandreas (geb. 16.02.1962), seit 1997 bei der Concordia Delitzsch
Diese Klasse sollte für die Delitzscher Handballer jedoch nur eine Zwischenstation bleiben, denn wiederum zwei Jahre später folgte der Aufstieg in die zweite Bundesliga Nord. Die Concordia wurde dabei aus geographischen Gesichtspunkten zunächst in die Nord-Liga eingegliedert, in der man recht erfolgreich spielte. Die erste Bekanntschaft mit der Süd-Liga machten die Sachsen in der Saison 2001/2002, in der man sich als Tabellenachter behaupten konnte. Die folgenden drei Spielzeiten durfte man wieder in der „geliebten“ Nord-Liga verbringen, bei der man im Jahr 2005 als Tabellenerster überraschend den Aufstieg in die erste Bundesliga feierte. Die Delitzscher profitierten dabei von ihrer hervorragenden Jugendarbeit, die Spieler wie Lars Kaufmann oder Silvio Heinevetter hervorbrachte. Mit dem Aufstieg ging auch der Umzug nach Leipzig einher, von dem man sich in Delitzsch einiges versprach. Eine nicht bundesligataugliche Mannschaft sorgte allerdings für leere Ränge in der Arena Leipzig und man stieg sang- und klanglos als Tabellenletzter wieder in die zweite Bundesliga ab. Dieses Mal erfolgte sofort die Eingruppierung in die Süd-Staffel, in der man einen Neuaufbau des Delitzscher Handballs in die Wege leitete. Nach einem zehnten, fünfzehnten und elften Tabellenplatz in den vergangenen drei Jahren, spielten die Sachsen bisher mit dem siebten Rang durchaus zufriedenstellend. Dennoch gab es gegen Ende des letzten Jahres einige Meldungen, dass es finanziell nicht rosig für die Delitzscher aussieht. Ausstehende Gehälter und Schwierigkeiten bei der Sponsoren-Suche deuteten nichts Gutes an. In diesem Zusammenhang kamen auch Diskussionen um eine Fusion mit dem ungeschlagenen Oberliga-Spitzenreiter SC DHfK Leipzig auf. Dieser sicherte sich zuletzt die Dienste vom ehemaligen Nationalspieler Stefan Kretzschmar. Doch mehr als eine weitergehende Zusammenarbeit wird es auch in Zukunft nicht geben.

Sportlich konnten die Verantwortlichen der Concordia durchaus zufrieden sein. Die sieben Spieler-Abgänge vor der Saison wurden mit einigen Jugendspielern und drei weiteren Neuzugängen kompensiert, die mittlerweile auch gut in das Team integriert wurden. Vor allem in dem heimischen Kultur- und Sportzentrum konnte man zahlreiche Erfolge feiern. Erst ein Team konnte beide Punkte aus Delitzsch entführen. Das war im Hinspiel die TSG Friesenheim, die mit 25:32 sehr deutlich gewann. Auswärts gab es bisher jedoch kaum Grund zum Feiern. Erst drei Siege, in Essen, Korschenbroich und Erlangen, gelangen den Sachsen. In den restlichen Spielen war man jedoch meistens ebenbürtig, ein weiterer Erfolg blieb jedoch bisher versagt. Dies soll sich nach Willen der „Eulen“ auch am Sonntag nicht ändern.

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