Porträt 1. SV Concordia Delitzsch
(ste) Zum
dritten Heimspiel im Jahr 2010 erwarten die „Eulen“ den 1. SV Concordia
Delitzsch. Die Sachsen müssen für das heutige Spiel eine Anreise von
annähernd 500 Kilometern in Kauf nehmen und möchten sich daher
entsprechend teuer verkaufen. Diese weiten Strecken stehen für die
Delitzscher Handballer jedes zweite Wochenende an und dies schlägt sich
auch auf die Auswärtsbilanz aus. Erst drei Mal gelang ein doppelter
Punktgewinn auf fremden Parkett in dieser Saison. Der letzte
Auswärtssieg liegt zwar mehr als vier Monate zurück, dennoch verkaufte
man sich immer teuer in fremden Hallen. Der Tabellensiebte lebt vor
allem von seiner Heimstärke und versucht mit jungen Spielern auch in den
folgenden Jahren sich in der zweiten Bundesliga zu etablieren. Dabei
spielten die Concorden vor vier Jahren gar für ein Jahr in der ersten
Bundesliga. Nach einer Spielzeit voller Pleiten, Pech und Pannen stieg
man wieder in die zweite Liga ab und musste seitdem kleinere Brötchen
backen. In den letzten Wochen kamen gar Informationen über kurzeitige
finanzielle Schwierigkeiten auf, die mittlerweile jedoch ad acta gelegt
werden konnten. Auch eine eventuell geplante Fusion mit dem
aufstrebenden Traditionsverein DHfK Leipzig kommt nun doch nicht zu
Stande.
Handball in Delitzsch, vor den
Toren von Leipzig, wurde mit der Neugründung des 1. SV Concordia
Delitzsch populär. Im Jahr 1994 wurde der eigentlich 1910 gegründete
Verein neu belebt und nur zwei Jahre später schaffte man als
Sachsenmeister den Aufstieg in die Regionalliga. |
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Der Verein |
Anschrift:
Concordia Spielbetriebsverwaltungs GmbH Oststraße 11
04509 Delitzsch
Internet:
www.concordia-delitzsch.de |
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Die Transfers |
Gekommen:
Cristian Telehuz (CSM Pitesti/ROM), Rene Boese (Füchse Berlin),
Steve Baumgärtel (Dessau-Rosslauer HV), Sebastian Bliß, Koji
Akatsuka, Martin Müller (alle Juniorteam)
Gegangen:
Wladimir Maltsev (Karriereende), Maximilian Weiß (HSG Düsseldorf),
Jan Löffler (Auslandsstudium), Georg Eulitz, Manuel Röttig (beide
LVB Leipzig), Ole Dietzmann (DHfK Leipzig), Robert Kählke (HC
Neuruppin) |
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Der Trainer |
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Uwe Jungandreas (geb. 16.02.1962),
seit 1997 bei der Concordia Delitzsch |
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Diese Klasse sollte für die Delitzscher
Handballer jedoch nur eine Zwischenstation bleiben, denn wiederum zwei Jahre später folgte der
Aufstieg in die zweite Bundesliga Nord. Die Concordia wurde dabei aus
geographischen Gesichtspunkten zunächst in die Nord-Liga eingegliedert, in
der man recht erfolgreich spielte. Die erste Bekanntschaft mit der Süd-Liga
machten die Sachsen in der Saison 2001/2002, in der man sich als
Tabellenachter behaupten konnte. Die folgenden drei Spielzeiten durfte man
wieder in der „geliebten“ Nord-Liga verbringen, bei der man im Jahr 2005 als
Tabellenerster überraschend den Aufstieg in die erste Bundesliga feierte.
Die Delitzscher profitierten dabei von ihrer hervorragenden Jugendarbeit,
die Spieler wie Lars Kaufmann oder Silvio Heinevetter hervorbrachte. Mit dem
Aufstieg ging auch der Umzug nach Leipzig einher, von dem man sich in
Delitzsch einiges versprach. Eine nicht bundesligataugliche Mannschaft
sorgte allerdings für leere Ränge in der Arena Leipzig und man stieg sang-
und klanglos als Tabellenletzter wieder in die zweite Bundesliga ab. Dieses
Mal erfolgte sofort die Eingruppierung in die Süd-Staffel, in der man einen
Neuaufbau des Delitzscher Handballs in die Wege leitete. Nach einem zehnten,
fünfzehnten und elften Tabellenplatz in den vergangenen drei Jahren,
spielten die Sachsen bisher mit dem siebten Rang durchaus zufriedenstellend.
Dennoch gab es gegen Ende des letzten Jahres einige Meldungen, dass es
finanziell nicht rosig für die Delitzscher aussieht. Ausstehende Gehälter
und Schwierigkeiten bei der Sponsoren-Suche deuteten nichts Gutes an. In
diesem Zusammenhang kamen auch Diskussionen um eine Fusion mit dem
ungeschlagenen Oberliga-Spitzenreiter SC DHfK Leipzig auf. Dieser sicherte
sich zuletzt die Dienste vom ehemaligen Nationalspieler Stefan Kretzschmar.
Doch mehr als eine weitergehende Zusammenarbeit wird es auch in Zukunft
nicht geben.
Sportlich konnten die Verantwortlichen der
Concordia durchaus zufrieden sein. Die sieben Spieler-Abgänge vor der Saison
wurden mit einigen Jugendspielern und drei weiteren Neuzugängen kompensiert,
die mittlerweile auch gut in das Team integriert wurden. Vor allem in dem
heimischen Kultur- und Sportzentrum konnte man zahlreiche Erfolge feiern.
Erst ein Team konnte beide Punkte aus Delitzsch entführen. Das war im
Hinspiel die TSG Friesenheim, die mit 25:32 sehr deutlich gewann. Auswärts
gab es bisher jedoch kaum Grund zum Feiern. Erst drei Siege, in Essen,
Korschenbroich und Erlangen, gelangen den Sachsen. In den restlichen Spielen
war man jedoch meistens ebenbürtig, ein weiterer Erfolg blieb jedoch bisher
versagt. Dies soll sich nach Willen der „Eulen“ auch am Sonntag nicht
ändern. |