Die Eulen Ludwigshafen

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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Die Überraschung blieb aus

(jw) Die Eulen Ludwigshafen verlieren beim SC Magdeburg

MAGDEBURG. Die Eulen Ludwigshafen durften bis zum Schluss hoffen: Am Ende reichte es dennoch nicht zum erhofften Punktgewinn. In ihrer ersten Partie nach dem erneuten Aufstieg in die DKB Handball-Bundesliga musste sich die Mannschaft von Trainer Ben Matschke nach einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem Auftaktspiel gegen Frisch Auf! Göppingen vor einer Woche, am Donnerstagabend beim SC Magdeburg mit 26:30 (13:14) geschlagen geben.

Erfolgreichster Torschütze in der mit 5152 Zuschauern besetzten GETEC-Arena war Patrick Weber mit sechs Treffern. Mit 17 Paraden hatte Torhüter Kevin Klier erneut großen Anteil, dass die Eulen bis zum Ende der Partie auf einen Punktgewinn hoffen durften. Fünf Minuten vor dem Ende war beim Spielstand 27:26 noch alles offen. Dann verloren die Eulen etwas die Konzentration und die Gastgeber nutzten die Gelegenheit, um noch mit drei Treffern bis zum Schlussgong davon zu ziehen.

Es waren nur Kleinigkeiten, die dazu führten, dass die Bördestädter auch im 21. Spiel saisonübergreifend jubeln durften. Dabei profitierten sie auch davon, dass mit Kai Dippe und Pascal Durak in der Schlussphase zwei etablierte Kräfte der Eulen wegen ihren erhaltenen Roten Karte nicht mehr zur Verfügung standen.

Die Pfälzer kamen zu Beginn schwer in die Partie. Bereits nach zehn Minuten lagen sie mit 3:8 Toren zurück, weshalb Trainer Matschke die Notwendigkeit erachtete, seine Jungs neu auf die Spielweise der Gastgeber einzustellen. Die grüne Karte zeigte Wirkung. Die Jungs um Kapitän Gunnar Dietrich fanden mit zunehmender Spieldauer immer mehr die Bindung zum Spiel und verkürzten zunächst den Rückstand. Nach einer erneuten Schwächephase des Aufsteigers und der 13:8 Führung des SC Magdeburg kämpften sich die Chemiestädter erneut mit viel Leidenschaft und Willen weiter heran.

Jan Remmlinger und Patrick Weber verkürzten auf 14:11, ehe nach einem erneuten Ballverlust der Hausherren Frederic Stüber umgehend zum 14:12 traf. Noch vor dem Pausentee sorgte Denni Djozic mit einem weiteren Siebenmeter-Treffer und dem 14:13, dass ein Punktgewinn in der Fremde durchaus möglich sei.

Im Spielabschnitt zwei war es die Partie zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Zwar bewahrte Magdeburg die Führung, aber die Eulen kamen stets bis auf ein Tor heran. Daran hatte auch Torhüter Kevin Klier großen Anteil, der mit neun Paraden in der zweiten Hälfte erneut seine Extra-Klasse bewies.

Beeindruckend auch das Debüt von Junioren-Nationalspieler Robin Egelhof, der gleich mit drei Toren bewies, dass er sich in der Liga durchsetzen kann. "Wer drei Tore von fünf Würfen in seinem ersten Spiel in dieser Liga macht, der kann uns in der Zukunft noch viel Freude machen", sagte Matschke.

Dass es zum gewünschten Punktgewinn nicht reichte, lag daran, dass die Zahl der technischen Fehler immer noch zu hoch waren. "Mit der Zahl der technischen Fehler sind wir noch nicht konkurrenzfähig", meinte Matschke. Dazu kamen auch die acht Zeitstrafen, die die Mannschaft besonders in der Schlussphase aus dem Tritt brachte.

"Wir haben viele Sachen gut gemacht, aber auch einige Dinge noch nicht gut genug. Das werden wir gemeinsam analysieren und weiter daran arbeiten, um es noch besser zu machen", blickt der sichtlich von einer starken Erkältung geplagte Trainer auf die nächste Partie in Berlin.

Bis auf den verletzten David Schmidt, der in Magdeburg als Betreuer auf der Bank Platz nahm, kann Matschke weiter auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Kreisläufer Max Haider, der die Reise nach Sachsen-Anhalt nicht angetreten hatte, wird allerdings am kommenden Sonntag gegen die Füchse Berlin (15:00 Uhr, Max-Schmeling-Halle) in der Hauptstadt erwartet.