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- Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Herrliche Bescherung am 22.!

Machte vier Treffer und auf der Rückfahrt den Musiktest im Bus: Kai Dippe. - Foto: Reis

(gek) „Wir haben ein klasse Spiel gemacht, vor allem in der Abwehr“, sagte David Schmidt. „Und sind ruhig geblieben und haben einen kühlen Kopf bewahrt, als Rostock nach der Halbzeit den Anschluss schaffte. Wir kamen mit großem Selbstbewusstsein zum HC und haben uns auf dieses Spiel mit einem guten Besuch gefreut. Ja, es hat Spaß gemacht.“

Das passte an diesem Abend glänzend zusammen – die Vorfreude und das Wissen um die eigene Stärke. Die TSG Ludwigshafen-Friesenheim trat abgeklärt auf, gewann beim HC Empor mit 25:22 (14:10) und bescherte sich zwei Tage vor Weihnachten mit zwei Auswärtszählern. Nach dem 12. Saisonsieg sind die Pfälzer jetzt auf Platz vier notiert, eine bemerkenswert gute Zwischenbilanz. Für Aufsehen sorgte Patrick Weber, der beim Stand von 17:18 gleich drei Treffer in Überzahl erzielte und die Halle ruhigstellte. „Das war vorentscheidend“, befand Gunnar Dietrich. „Unser Ziel war, für Rostock den Weihnachts-Crasher zu machen. Das hat geklappt.“

Die Eulen reisten bereits am Vortag in den Norden der Republik, trainierten beim Ligakonkurrenten Henstedt-Ulzburg, übernachteten in Lübeck und hatten am Dienstagvormittag beim Fußballtennis in einer Badminton-Anlage mächtig Spaß, ehe es am Abend in die Stadthalle von Rostock ging. Das erste Goal machte Stefan Lex, der nach einem zwischenzeitlichen 4:4 die Rothemden wieder in Führung warf (8.). In den nächsten Minuten lagen die Hausherren zwei Mal vorne, doch die Wende kam: Kai Dippe (2) und David Schmidt trugen sich in die Torschützenliste ein. Rostock wurde durch die kompakte und bewegliche TSG-Abwehr zu langen Angriffen und zu nicht optimal vorbereiteten Würfen gezwungen, was die Formation von Ben Matschke bis zur Halbzeit in einen 4-Tore-Vorteil brachte.

Fünfter Auswärtssieg: David Schmidt und seine Kollegen sind keine gern gesehenen Gäste. - Foto: Reis

Zehn Minuten waren im zweiten Abschnitt vorüber, da lag Rostock nach einem 5:2-Zwischenspurt nur noch mit einem Treffer im Rückstand. Aber die Begegnung kippte nicht, zu abgeklärt agierten die Eulen. Regisseur Nico Büdel netzte ein, und keine vier Minuten später machte auch Patrick Weber mit dem 16:18 ein wichtiges Tor. Dann erhielt Florian Zemlin zum zweiten Mal eine Zeitstrafe, die Patrick Weber, der sowohl in der Abwehr als auch im Angriff auf der linken Halbposition spielte, sagenhaft nutzte. Für sein Dreierpack benötigte der schlaksige Rechtshänder nur 70 Sekunden. Rostock wirkte angeschlagen, kam zwar in der Folge mehrmals auf zwei Tore heran, aber die Matschke-Auswahl ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und brachte die Auswärtszähler neun und zehn auf souveräne Art und Weise unter Dach und Fach.

„Hut ab, was meine Mannschaft geleistet hat“, lobte Trainer Ben Matschke. „Der Schlüssel zum Sieg lag in der Abwehr.“ Ben Matschke, der viele Wechsel vornahm, hatte nach einer Dreiviertelstunde den Eindruck, dass „wir gefühlt stehend k.o. sind“. Der 33-Jährige beorderte Patrick Weber auf die Halbposition und tat damit einen wahren Glücksgriff. Dann stand der Aktion „Zoo“ nichts mehr im Wege. Darüber an anderer Stelle mehr.

Die Statistik:

HC Empor Rostock: Kominek, Malitz; Becvar, Meuser (1), Hovels (4), Dethloff, Gruszka (7/3), Flodl, Papadopoulos (4), Lux (1), Zemlin (1), Pechstein (4), Porath; Trainer: Aaron Ziercke

TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Klier, Peribonio; Grimm (6/4), Dietrich (1), Lex (2), Kupijai, Durak (1/1), Sorda, Büdel (4), Weber (4), Dippe (4), Slaninka (1), Schmidt (2); Trainer: Ben Matschke

SR: Jan Grell (Hamburg) & Raphael Piper (Kiel) ◊ Zuschauer: 2950 ◊ Zeitstrafen (in Min.): 16:8, Hovels (8., 15.), Lux (14.), Kominek (15.), Zemlin (21., 47.), Pechstein (41.), Meuser (56.) – Lex (13.), Grimm (15.), Slaninka (46.), Schmidt (54.) ◊ Siebenmeter: 5/3 – 7/5, Gruszka verwirft (20.), Papadopoulos ebenso (24.) – Grimm verwirft (50.), Durak ebenso (56.) ◊ Team-Time-out: 22:31, 47:45, 58:10 – 27:17, 52:05

Spielfilm: 2:3 (5.), 6:5 (13.), 7:8 (18.), 8:11 (23.), 10:12 (28.), 10:14 (HZ) – 12:16 (35.), 15:17 (41.), 17:20 (48.), 19:22 (53.), 21:23 (57.), 22:25 (Ende)