28.02.2011 - Die Rheinpfalz
Kogut: Müssen enger zusammenrücken

- Andrej Kogut
LUDWIGSHAFEN. Nach drei Niederlagen in Folge ist Handball-Bundesligist TSG Ludwigshafen-Friesesenheim drauf und dran, seine gute Ausgangsposition im Abstiegskampf zu verspielen. Gunnar Dietrich erlitt vermutlich einen Bänderriss in der Schulter, Linkshänder Jan-Lars Gaubatz wird morgen an der rechten Schulter operiert. Stefan Naumer sprach am Samstag nach der 33:36-Niederlage gegen die HSG Wetzlar mit Spielmacher Andrej Kogut (22).
Enttäuschend! Zu Hause gegen die Mitkonkurrenten im Abstiegskampf, Ahlen-Hamm und Wetzlar, verloren, wieder keine Punkte eingefahren: Warum kann Ihre Mannschaft nicht mehr gewinnen?
Wir haben uns gerade für dieses Spiel sehr viel vorgenommen. Stattdessen sind wir nie richtig in den Rhythmus gekommen. Im Angriff sind uns zu viele technische Fehler unterlaufen. In der Abwehr sahen wir teilweise wie löchriger Käse aus. Im Abwehrverbund hat uns Gunnar Dietrich gefehlt. Das war für den Abstiegskampf zu wenig. Mir hat es bei meinen Aktionen auch an Selbstvertrauen gemangelt. Diese Fehler müssen wir in aller Ruhe analysieren und dürfen nicht in Hektik verfallen.
Herr Kogut, Sie kamen zu Saisonbeginn vom Bundesliga-Absteiger HSG Düsseldorf zum Aufsteiger nach Ludwigshafen. Lässt sich die sportliche Situation vergleichen?
Die Ausgangsposition für die TSG Friesenheim sehe ich besser. In Düsseldorf standen wir zur Halbzeit auf einem Relegationsplatz. Am Ende sind wir mit insgesamt nur zwölf Zählern als Vorletzter abgestiegen. Wir stehen nicht auf einem Abstiegsplatz und haben jetzt schon elf Punkte. Es werden noch einige wichtige hinzukommen. Auch Überraschungen wie in der Hinrunde. Mit 18 Punkten ist die Klasse zu packen. Diese junge Mannschaft hat das Potenzial, das Ziel zu erreichen.
Was muss besser werden in den nächsten Spielen?
Wir müssen uns endlich wieder auf unsere Stärken, unter anderem die Abwehr, besinnen. So wie beim Heimsieg zum Rückrundenauftakt gegen Balingen-Weilstetten. Wir haben nicht dreimal verloren, weil die Gegner so gut waren. Wir haben uns in den genannten Spielen selbst geschlagen. Das muss wieder anders werden. Schon am Sonntag gegen Magdeburg brauchen wir dringend ein Erfolgserlebnis. Wir müssen bei der TSG alle für das gemeinsame Ziel noch enger zusammenrücken.
Ihr Vertrag läuft zum Saisonende aus. Verlängern Sie Ihren Kontrakt bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim?
Die Gespräche stehen noch aus. Ich fühle mich hier bei Thomas König und der Mannschaft sehr wohl. Und ich werde alles daransetzen, dass wir erstklassig bleiben. Ich kenne das Gefühl eines Abstiegs. Das will ich nicht mehr erleben. (Foto: Kunz)













