01.08.2011 - Die Rheinpfalz
Noch ausbaufähig
HINTERGRUND: TSG Friesenheim Vierter bei F.A.N.-Cup
KLEINOSTHEIM (nau). Phasenweise recht ordentlich, aber insgesamt in allen Mannschaftsteilen noch ausbaufähig. So präsentierte sich Handball-Zweitligist TSG Ludwigshafen- Friesenheim beim 8. F.A.N.-Cup in Kleinostheim. Das Spiel um Platz drei verlor die TSG gegen den VfL Gummersbach mit 28:38 (16:21).
„Auf das Spiel gegen Gummersbach kann man durchaus aufbauen. Mir hat gefallen, wie sich die Mannschaft mit schnellen Aktionen herangekämpft hat”, sagte Thomas König. Der TSG-Coach dachte besonders an fünf starke Minuten im ersten Abschnitt, als Matschke und Kollegen fünf Tore in Serie erzielten. Toll das 7:9 durch Philipp Grimm, der einen vom starken Torwart Kevin Klier eingeleiteten Konter eiskalt im Gegenzug verwandelte.
Nervenstärke gegen den Bundesligisten bewies auf der rechten Seite Neuzugang Felix Kossler. Gleich sechs Mal ließ der aus Großwallstadt gekommene Kossler seine Klasse mit Toren aufblitzen. Mit dem 24-jährigen hat der etatmäßige Rechtsaußen Marco Hauk eine starke Konkurrenz erhalten. Auf den Außenpositionen dürften die Friesenheimer gut gerüstet für die eingleisige Zweite Liga sein. Mehr Sorgen bereitet die noch fehlende Durchschlagskraft im Rückraum. Der in der Abwehr stärkere Nils Brandt spielte im Angriff solide und erzielte vier Tore. Ein starker Mindaugas Veta, der gestern wegen einer Verletzung am Hals fehlte, wird in der ab September beginnenden Saison dringend gebraucht.
Prekärer ist die Lage im linken Rückraum. Spielmacher Benjamin Matschke begann auf Halblinks und wurde später vom 19-jährigen Jan Claussen ersetzt. Das Talent war natürlich gegen die Bundesliga-Asse überfordert. Claussen könnte aber eine Alternative als zweiter Mann für die Rückraumposition sein. Hier herrscht nach dem Wechsel von Christian Dissinger dringend Handlungsbedarf.
„Wir wissen das und werden uns noch rechtzeitig auf dieser Position verstärken. Nicht-EU-Ausländer wurden uns schon einige angeboten. Die dürfen aber nicht in der eingleisigen Zweiten Liga eingesetzt werden”, sagte Geschäftsführer Werner Fischer. Für Kapitän Kevin Klier ist die Besetzung des linken Rückraums eine ganz wichtige Personalie: „Nach den vielen Abgängen ist ein Qualitätsverlust im Kader offensichtlich. Ich würde mir einen erfahrenen Shooter mit Abwehrqualitäten für die Königsposition wünschen. Momentan kann ich nicht einschätzen, wo wir leistungsmäßig stehen”, meinte Klier.
Der Kapitän ist froh, dass Steffen Bühler wieder nach Friesenheim zurückgekehrt ist: „Der Steffen kann unsere Abwehr gut zusammen halten. Da mach ich mir keine Sorgen”, sagte Klier. Zusammen mit dem frischgebackenen Junioren-Weltmeister Alexander Becker soll Bühler den Innenblock bilden.
„Ich weiß um meine Aufgabe in Friesenheim. Und die will genauso mit der Leidenschaft wie die letzen zwei Spielzeiten in Bietigheim erfüllen. Wir werden uns weiter steigern. Noch stehen wir ja erst am Anfang der Vorbereitung”, sagte Steffen Bühler.













