29.08.2011 - Gießener Anzeiger

Friesenheimer Eulen machen TVH lange zu schaffen

Generalprobe der Hüttenberger: Weiter ohne Jezewski, Scholz und Laudt

HÜTTENBERG (po). Generalprobe im Hüttenberger Sportzentrum: Die letzte Hürde auf dem Weg zum Bundesligastart des Aufsteigers am 4. September (Sonntag) in Melsungen hieß TSG Friesenheim und erwies sich als hartnäckiger Brocken, den es im Sinne der Hausherren erst einmal zu schleifen galt. Personeller Umbruch bei den Pfälzern hin oder her - ihre Tugenden haben die „Eulen“ offensichtlich behalten, sodass sich mit den es mit den personell nicht vollzähligen Gastgebern (Tomasz Jezewski, Andreas Scholz und Florian Laudt fehlten weiterhin verletzungsbedingt) ein Duell auf Augenhöhe entwickelte. Letztlich setzte sich doch der spielerisch etwas variabler wirkende TVH durch und bezwang den Absteiger in die 2. Handball-Bundesliga mit 35:30 (16:15).

„Friesenheim spielt eine kompakte Deckung und hat mit Andrej Kogut einen sehr torgefährlichen Mittelmann im Aufgebot - das war ein sehr anspruchsvoller Test“, fasste Jan Gorr, der Hüttenberger Coach, nach der Partie zusammen.

Das Aufeinandertreffen der sich bestens bekannten Teams begann mit hoher Geschwindigkeit und mit einem sehr offenen Spielniveau. So gelang der Heimmannschaft in kürzester Zeit eine 2:0-Führung, bevor die Gäste nur wenig später ausglichen und ihre tatsächlich sehr agil und geschlossen wirkende Deckung immer besser in die Waagschale warfen. Schließlich folgte in der 8. Spielminute die erste Führung der Ludwigshafener, als deren Kreisläufer Alexander Becker bei einem Abpraller am schnellsten reagierte und die Chance zum 5:4 zugunsten seiner Formation umwandelte.

TV Hüttenberg - TSG Friesenheim 35:30

Es dauerte ein wenig, bis sich der TV Hüttenberg auf die Spielweise der TSG eingestellt hatte und aufseiten der Gastmannschaft nach und nach immer wieder Individualkönner Kogut gezwungen war, Gelegenheiten in Eigenregie zu generieren. Das Offensivspiel der Hausherren schien hingegen etwas breitgefächerter wirksam zu sein, sodass die Gäste zunehmend Probleme damit hatten, sich auf entsprechende Situationen einzustellen. Zwischenzeitlich zog der TVH mit zwei Toren davon, ließ sich allerdings kurz vor der Pause abermals überrumpeln und es stand plötzlich 15:15. Eine Unkonzentriertheit des Zweitligisten gewährte Linkshänder Florian Billek dagegen Sekunden vor dem Abpfiff nochmals eine Gelegenheit, die er zum 16:15-Pausenstand nutzte.

Nach dem Wiederanpfiff wechselten aufseiten von Hüttenberg Phasen spielerischer Dominanz mit solchen, in denen die Schützlinge von Trainer Gorr entschieden zu hastig und kopflos agierten. Dennoch hielten die Gastgeber zumeist ein leichtes Übergewicht, sowohl auf dem Feld als auch auf der Anzeigentafel.

Als Kreisläufer Sebastian Weber mit dem Tor zum 34:29 in der 58. Minute auf fünf Tore Vorsprung erhöhte, stand der Heimsieg der Mittelhessen praktisch fest. Die Generalprobe war gelungen.

Hüttenberg: Ritschel, Putera; Gerlich (7/3), A. Lex (1), Weber (4), S. Lex (8), Fernandes (1), Schneider (1), Engel, Billek (5), Pausch (5/1), Stock (3), Ludwig

Friesenheim: Bender, Grieger; Grimm (3/3), Kogut (10/4), Backovic (4), Fischer, Schwenzer, Dominic, Hauk (2), Becker (3), Klimek, Brandt (2), Claussen, Kossler (6)

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