19.04.2012 - Mannheimer Morgen

Eulen sind nun ohne Sorgen

Ludwigshafen. Sechs Spieltage vor Saisonende in der zweiten Handball-Bundesliga ist das Thema Abstieg bei der TSG Friesenheim abgehakt. Die Eulen gewannen gegen den TV Korschenbroich nach einer vor allem in der zweiten Halbzeit eindrucksvollen Leistung hochverdient mit 34:28 (18:14) Toren, nahmen damit Revanche für die 28:32-Niederlage in der Vorrunde und verbesserten sich in der Tabelle vom 13. auf den elften Platz.

Der TV Korschenbroich erwies sich keineswegs als leichter Gegner, für den es wegen seines freiwilligen Rückzugs aus der zweiten Liga um nichts mehr geht. Die Westdeutschen boten mit ihrem siebenfachen Torschützen Simon Breuer, dem Strafwurf-Spezialisten Marcel Görden und dem wurfgewaltigen Mathias Deppisch Spieler auf, die auch eine Klasse höher ihren Mann stehen würden und mehrmals mit erfolgreichen "Kempa-Tricks" die Friesenheimer Abwehr ausspielten.

Doch die Eulen ließen sich im drittletzten Heimspiel der Saison die Butter nicht vom Brot nehmen, obwohl sie Mitte der ersten Halbzeit einen leichten "Durchhänger" hatten und dreimal mit zwei Toren in Rückstand gerieten. Doch ein energischer Zwischenspurt mit sieben Toren in Folge brachte sie in die Erfolgsspur zurück, wobei TSG-Torjäger Philipp Grimm aus 20 Metern ein kurioses Tor gelang, als der gegnerische Torhüter dort den Ball verlor.

Eine weitere Kuriosität: Korschenbroichs Trainer Christian Voss erhielt eine Zwei-Minuten-Strafe, weil er wohl versehentlich ins Spiel eingriff. Seine Zeitstrafe musste ein Spieler "abbrummen".

Die TSG-Spieler wurden vom Publikum stehend mit Applaus verabschiedet - Nachwuchsspieler wie Christian Klimek oder Jan Claussen sind auf dem besten Weg, sich einen Stammplatz zu sichern und zu Publikumslieblingen zu werden.

TSG Friesenheim: Bender, Gieger - Dumitru, Grimm (9/2), Kogut (2), Backovic (5), Klee, Brandt (4), Hauk (7), Claussen (1), Becker, (2) Schwenzer, Klimek (5) - Schiedsrichter: Hörath/Hofmann (Eibach/Helmbrechts) - Zuschauer: 1030 rs

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