01.05.2012 - Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim
Starkes Spiel der Eulen wird nicht belohnt

- Philipp Grimm: Auf seine Treffer kann die TSG überhaupt nicht verzichten. Auch in Leipzig war "Phil" mit 11 Toren bester Werfer auf dem Parkett. - Foto: Reis
(gek) Ob die Zeitstrafe für Ognjen Backovič letztlich das Spiel entschied? Der Slowene im Trikot der TSG Ludwigshafen-Friesenheim musste beim Stand von 28:27 für zwei Minuten vom Parkett, der SC DHfK Leipzig machte daraus ein 30:28 und bei numerischem Gleichstand auch die beiden nächsten Tore. Damit war die Partie für den Aufsteiger gelaufen, der sich durch den 17. Saisonsieg weiter die Chance belässt, am Saisonende den dritten Platz zu belegen und aufzusteigen. Die Eulen verkauften sich in der sächsischen Metropole teuer, machten über weite Strecken ein richtig gutes Spiel und führten nach einer Dreiviertelstunde mit vier Toren. Das Unheil nahm mit der Disqualifikation von Alexander Becker seinen Lauf, zu diesem Zeitpunkt lag die Truppe von Thomas König noch mit drei Toren vorne. Binnen zweieinhalb Minuten war die Partie beim Stand von 24:24 wieder völlig offen. Der Gastgeber roch Lunte und, angetrieben von den gut 1200 Zuschauern, machte den Sack in den letzten fünf Minuten endgültig zu.
Die Pfälzer kamen in der Messestadt gut in die Partie, führten nach gut sechs Minuten mit 3:2 und lagen in der 12. Minute erstmals mit zwei Toren im Vorteil (5:3). Ein großer Rückhalt in dieser Phase war Schlussmann Maximilian Bender, der sich Würfe von Philipp Seitle, Steve Baumgärtel, Rene Boese und Eric Jacob gegriffen hatte. Die Hausherren fanden in der Folge immer wieder mal eine Lücke im Abwehrverbund der Eulen und glichen durch Rene Boese zweimal hintereinander per Strafwurf aus. Nachdem Oliver Krechel einen Brandt-Wurf gehalten hatte, markierte auf der Gegenseite wiederum Rene Boese vom Punkt aus die zweite Führung für die Sachsen. Aber das Match nahm eine erneute Wende. Beim Stand von 11:11 nahm TSG-Cheftrainer Thomas König eine Auszeit und dank eines 4:1-Laufs bis zur Pause führten Andrej Kogut & Co nach 30 Minuten mit drei Toren.

- Mit Maximilian Bender hatten die Eulen einen ganz starken Torhüter zwischen den Pfosten - Foto: Reis
Nach Wiederbeginn stellte sich auf Seiten der Eulen erst einmal eine Torflaute ein, die der SC trotz eigener Fehlversuche nutzte. Das Ensemble von Uwe Jungandreas kam in Überzahl zum 14:15-Anschluss und in Unterzahl durch Steve Baumgärtel zum Ausgleich. Ognjen Backovič brach schließlich den Bann und machte das erste TSG-Goal in der zweiten Hälfte. In den nächsten Minuten hielt Friesenheim den Neuling auf Distanz. Die Abwehr stand exzellent, und die TSG baute ihren Vorteil auf vier Tore aus (45., 19:23). Eine Schlüsselszene ergab sich nach 47 Minuten, als Alexander Becker binnen nicht einmal 16 Minuten seine dritte Zeitstrafe kassierte und fortan nur noch Zuschauer war. Philipp Grimm brachte seine Farben nochmals mit drei Toren nach vorne, aber gleich fünf Fehlversuche und Ballverluste der Rothemden nutzte Leipzig in den nächsten zwei Minuten zum 24:24-Ausgleich. Einmal noch gelang der Auswahl von Thomas König durch Andrej Kogut ein Treffervorteil, das war in der 53. Minute, und durch Christian Klimek ein Gleichstand (54., 27:27). Zwei Minuten darauf musste Ognjen Backovič für 120 Sekunden runter vom Parkett und die Ostdeutschen bauten ihre Führung in Überzahl und auch bei folgender gleicher Anzahl auf vier Tore aus. Das war die Entscheidung.
"In der Schlussphase ist uns die Kraft ausgegangen", bekannte Marco Hauk. "Da unterliefen uns zu viele Fehler. Es ist schade, dass wir nicht zu Punkten gekommen sind, weil wir über weite Strecken gut gespielt und gekämpft haben." Philipp Grimm fand, dass "in Leipzig mehr drin war. Die Abwehr stand gut, Max hat klasse gehalten, aber das Spiel war extrem kräfteraubend."
Die Statistik:
SC DHfK Leipzig: Galia, Krechel; Müller (4), Dietzmann, Streitenberger (2), Wolf, Baumgärtel (3), Oehlrich, Binder (3), Boese (6/3), Jacob (8), Seitle (7), Telehuz; Trainer: Uwe Jungandreas
TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Bender, Gieger; Dumitru, Grimm (11/4), Kogut (3), Backovič (7), Klee, Brandt (2), Hauk (3), Claussen (1), Becker, Schwenzer, Klimek (3); Trainer: Thomas König
SR: Sebastian Grobe (Zweidorf) & Adrian Kinzel (Bortfeld) ◊ Zuschauer: 1225 ◊ Zeitstrafen (in Min.): 4:8, Oehlrich (35.), Baumgärtel (40.) – Becker (32., 37. und 48.), Backovič (56.) ◊ Rote Karte: Becker (48.) ◊ Siebenmeter: 4/3 : 5/4 ◊ Team-Time-out: 27:27 und 42:49 - 25:40 und 58:11
Spielfilm: 3:3 (8.), 5:7 (14.), 9:8 (22.), 8:8 (22.), 10:11 (25.), 11:13 (28.), 12:15 (HZ) – 15:15 (36.), 18:19 (40.), 19:23 (45.), 25:24 (51.), 30:28 (57.), 33:30 (EN)













