12.05.2012 - Die Rheinpfalz

Mindaugas Veta muss gehen

Handball: Vertrag des Friesenheimer Rückraumspielers wird nicht verlängert - Morgen in Nordhorn

Mindaugas Veta muss Handball-
Zweitligist TSG Friesenheim verlassen.
FOTO:KUNZ-HARTMANN
Mindaugas Veta muss Handball- Zweitligist TSG Friesenheim verlassen. FOTO:KUNZ-HARTMANN

LUDWIGSHAFEN. Sein fortwährendes Verletzungspech und dadurch häufiges Fehlen in den Meisterschaftsspielen verhinderte letztendlich eine Vertragsverlängerung bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim. Nach fünf Jahren wird Mindaugas Veta zum Saisonende den Handball-Zweitligisten verlassen. Die Reise zum morgigen Auswärtsspiel nach Nordhorn macht der in dieser Saison langzeitverletzte Veta erst gar nicht mit.

Dass der Linkshänder zum Saisonende ebenso wie Rückraum-Mitspieler Nils Brandt keinen Vertrag mehr erhält, stellte für den 27-Jährigen keine allzu große Überraschung dar. „Ich war einfach zu oft verletzt und konnte der Mannschaft in den beiden vergangenen Jahren nicht weiterhelfen. Damit war zu rechnen”, hielt sich seine Enttäuschung beim RHEINPFALZ-Interview in Grenzen. TSG-Geschäftsführer Werner Fischer bestätigte seine Vermutungen: „Nach seiner Schulteroperation vor einem Jahr und der Fersen-OP Anfang des Jahres konnten wir uns kein Bild mehr über seine Leistungsstärke machen. Das hat die Entscheidung beeinflusst”, sagte Fischer.

2007 kam der litauische Nationalspieler von den Füchsen Berlin nach Ludwigshafen. Zusammen mit Philipp Grimm, Benjamin Matschke, Kevin Klier und Nils Brandt gehörte der 2,04 Meter lange Schlaks zu den dienstältesten Spielern.

Besonders in seiner zweiten und dritten Saison, als die TSG Friesenheim den Einzug in die Relegation beziehungsweise den Bundesliga-Aufstieg packte, bewies der Rückraumhüne seine Qualitäten auf dem Parkett. In dieser Zeit erzielte „Volker”, so sein Spitzname in Anlehnung an den Lemgoer Volker Zerbe, über 150 Feldtore pro Saison. Veta war auch dank seiner Reichweite der Spieler für die einfachen Tore.

Momentan ist die sportliche Zukunft für den gerne in Ludwigshafen wohnenden Litauer ungewiss. „Diese Woche wollte ich eigentlich wieder mit leichtem Training anfangen. Jetzt hat sich meine lädierte Ferse entzündet, so dass ich nicht richtig laufen kann. Es geht einfach nicht voran”, schildert Veta.

Bis zum Sommer hofft er einen Verein in Deutschland oder im Ausland gefunden zu haben. Einige Vereine haben bereits bei ihm angefragt und würden ihn gerne im Probetraining sehen. Das ist aber zurzeit angesichts seiner wieder aufkommenden Schmerzen unmöglich.

Wer Vetas Position in der kommenden Runde bei Friesenheim übernehmen wird, ist momentan auch noch ungewiss. „Die Suche nach einem Halbrechten, der Abwehr und Angriff spielen kann, läuft auf vollen Touren. Es muss auf jeden Fall ein Spieler sein, der uns mit seinen Toren nach vorne bringt”, hofft Fischer auf eine glückliche Hand.

Das Spiel in Nordhorn beginnt morgen um 17 Uhr. (nau)

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