15.05.2012 - Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Eulen greifen sich in Nordhorn beide Zähler und revanchieren sich

Fein gemacht: Jan Claussen markierte sechs blitzsaubere Tore - Foto: Reis
Fein gemacht: Jan Claussen markierte sechs blitzsaubere Tore - Foto: Reis

(gek) Das kam unerwartet, was die Sache aber umso schöner machte - die Handballer der TSG Ludwigshafen-Friesenheim setzten sich überraschend in Nordhorn mit 33:30 (18:11) durch und nahmen damit erfolgreich Revanche für die 20:27-Hinspielniederlage. Das Team von Heiner Bültmann hatte auf eigenem Parkett eine Serie von neun Siegen hintereinander hingelegt und verlor nun seit dem 10. Dezember 2011 wieder ein Heimspiel. Der letzte Auswärtssieg der Eulen datiert vom 3. März dieses Jahres und gelang, ebenso mit stark ausgedünntem Kader und überragender Abwehrleistung, in Eisenach. Weil es auf den Tabellenplätzen 10 bis 15 äußerst eng zugeht, sprangen die Pfälzer durch ihren vierten Auswärtssieg von Rang 15 auf Platz 10 vor. Dass auf der Heimfahrt der Punk im Bus abging, war nur allzu verständlich...

Die zweitletzte Ausfahrt für die Rothemden war am Sonntag bereits um 8:15 Uhr losgegangen. Die Vorzeichen für die Partie bei der HSG Nordhorn-Lingen standen nicht besonders günstig, denn nur neun Feldspieler und zwei Torleute standen auf dem Spielberichtsbogen, weil mit Ognjen Backovič (Ferse) und Christian Klimek (Rücken) zwei weitere Akteure kurzfristig verletzt ausgefallen waren.

Christopher Klee machte Nordhorns Angriff das Leben richtig schwer - Foto: Reis
Christopher Klee machte Nordhorns Angriff das Leben richtig schwer - Foto: Reis

Die Partie war in den Anfangsminuten ausgeglichen, die TSG legte durch Sergiu Dumitru, der auf der "Königsposition" agierte, vor und die HSG glich aus. Nach Matthias Strucks 3:3 setzte sich die in blauen Trikots spielende König-Fraktion mit einem 7:2-Lauf auf 10:5 ab (17.). Max Bender stach in dieser Phase Würfe von Matthias Struck und Bobby Schagen, hinzu kamen auf Seiten der Hausherren technische Fehler und Fehlversuche, was die Eulen ausnutzten. Zwar verkürzten Bobby Schagen und Luca de Boer in der Folge auf 7:10, weil die TSG eine mehr als fünfminütige Trefferpause eingelegt hatte, aber mit Andrej Koguts Tor zum 7:11 fand die König-Auswahl wieder zurück. Mit ihrer Abwehrarbeit stellten die Pfälzer Nordhorn vor weitere Probleme, und Jan Claussen & Co zogen bis zur Halbzeit weiter weg. Philipp Grimm traf zwei Mal, Alexander Becker ebenso, Nils Brandt gar in Unterzahl und Sergiu Dumitru sowie Andrej Kogut gelangen weitere zwei Tore. "Der Mittelblock mit Becker und Klee stand richtig gut und wir haben nur wenige Gegenstoßtore zugelassen", lobte Trainer Thomas König.

Die TSG kam glänzend in den zweiten Durchgang und baute ihre Führung durch Goals von Sergiu Dumitru und Jan Claussen (2) auf neun Tore aus (34.). Nach Philipp Grimms verwandeltem Siebenmeter zum zwischenzeitlichen 16:24 stellte Nordhorn auf eine zweifache Manndeckung um (42.). Das zeigte Wirkung. Während der nächsten sieben Minuten verkürzte die HSG ihren Rückstand auf vier Tore (23:27), aber die Eulen kämpften und hielten diesen Vorsprung. Ein Doppelschlag von Bobby Schagen und Toon Leenders zum - aus Sicht der Gastgeber - 28:31 brachte nochmals richtig Spannung in dieses Match. Aber die TSG stemmte sich dagegen, und Kevin Klier, der in der 46. Minute für Max Bender ins Gehäuse rückte, schnappte sich Würfe von Nils Meyer und Alexander Terwolbeck. Mit dem 33.Treffer, den Nils Brandt 61 Sekunden vor dem Ende markierte, stand der Sieger endgültig fest.

Nils Brandt gelang das 33. Tor und damit die Entscheidung - Foto: Reis
Nils Brandt gelang das 33. Tor und damit die Entscheidung - Foto: Reis

Geburtstagkind Felix Kossler, der die Mannschaft nach Nordhorn begleitete, schwärmte ob der Leistung: "Das war echt unglaublich, wie Becker und Klee zwei der drei Rückraumspieler von Nordhorn aus dem Spiel genommen haben. Wir sind mit Tempo nach vorne gekommen und das meiste davon hat auch geklappt. Das war eine rundum geschlossene Mannschaftsleistung." Alex Becker erklärte: "Wir hatten heute überhaupt keinen Druck. Die Abwehr hat gut angefangen. Wir sind im Verbund gestanden, die Absprachen haben funktioniert und Kev sowie Max dahinter waren eine Bank. Nach vorne sind wir mit Dampf gegangen. Durch den Spielverlauf in der ersten Halbzeit haben wir Selbstvertrauen gewonnen. Durch eine zweifache Manndeckung kam in der zweiten Halbzeit ein kleiner Bruch ins Spiel, aber wir haben gezeigt, dass wir dieses Spiel gewinnen wollten. Am Ende war jeder hoch zufrieden über die beiden Punkte."

Die Statistik:

HSG Nordhorn-Lingen: Buhrmester, Bartels; Struck (3), Lammering, Leenders (1), Mickal (2), Hombrink, Meyer (9), Schagen (8/3), Poll, Terwolbeck (2), de Boer (2), Wiese (3); Trainer: Heiner Bültmann

TSG Ludwigshafen-Friesenheim: Klier, Bender; Dumitru (4), Grimm (7/2), Kogut (4), Klee, Brandt (3), Hauk (1), Claussen (6), Becker (8), Schwenzer; Trainer: Thomas König

SR: Christian Huckenbeck und Tim König ◊ Zuschauer: 1.133 ◊ Zeitstrafen (in Min.): 4:8, Struck (15.), Leenders (27.) – Klee (23. und 51.), Claussen (39.), Becker (53.) ◊ Siebenmeter: 3/3 : 3/2, Grimm verwirft (39.) ◊ Team-Time-out: 10:50 (Spielstand 4:7) und 56:46 (28:32) – 29:09 (11:17) und 58:16 (29:32)

Spielfilm: 3:4 (6.), 4:7 (11.), 5:10 (17.), 8:12 (23.), 10:17 (28.), 11:18 (HZ) – 12:21 (34.), 15:22 (38.), 19:24 (45.), 24:28 (50.), 28:31 (55.), 30:33 (EN)

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