17.05.2012 - Pressestelle TSG Ludwigshafen-Friesenheim

Südduell: Eulen haben Bietigheim zu Gast

Alexander Becker: "Wir haben noch etwas gutzumachen" - Foto: Reis
Alexander Becker: "Wir haben noch etwas gutzumachen" - Foto: Reis

(gek) Aus Nordhorn kam am letzten Sonntag gute Kunde: Die arg dezimierte Auswahl der TSG Ludwigshafen-Friesenheim, kurzfristig fielen mit Ognjen Backovič (Ferse) und Christian Klimek (Rücken) verletzungsbedingt zwei weitere Akteure aus, gewann bei der HSG Nordhorn-Lingen mit 33:30. Ein Sieg in Nordhorn hatten zuvor nur vier Teams geschafft. Diese zwei Punkte machten sich auch in der Tabelle bemerkbar, denn die Rothemden sprangen von Platz 15 auf Rang zehn. Geburtstagskind Felix Kossler war vor Ort und fand: "Das war eine rundum gelungene Sache, und es war echt unglaublich, was Alex Becker und Christopher Klee gegen den bärenstarken Rückraum von Nordhorn geleistet haben."

Nun trifft die Formation von Thomas König in ihrem zweitletzten Heimspiel auf die SG BBM Bietigheim. Herzlich willkommen in Ludwigshafen. Diese Begegnung ist im Übrigen die einzige Paarung in der 2. Handball-Bundesliga an Christi Himmelfahrt und wurde vom ursprünglichen Termin um zwei Tage vorgezogen. Bietigheim ist mit der gleichen Punktzahl wie die Mannschaft von Thomas König auf Rang elf notiert, hat aber eine um vier Tore schlechtere Trefferbilanz. Bietigheim, das ist in dieser Runde so etwas wie eine Wundertüte. So gab es für die SG gegen Spitzenreiter Minden gleich zwei Siege, aber auch drei Minuspunkte gegen Düsseldorf. Aus den letzten sieben Begegnungen holten sich Christian Heuberger & Co nur noch drei Zähler gegen Schwerin und Leipzig. Niederlagen setzte es in Eisenach, Korschenbroich, Neuhausen und Bad Schwartau sowie zu Hause gegen Nordhorn-Lingen.

Das Hinspiel war eines, das man so schnell nicht vergessen konnte. Auch damals schon personell geschwächt, spielten Philipp Grimm und seine Kollegen 55 Minuten einen phantastischen Handball. Dann schaffte die Formation von Jochen Zürn aber eine Wende, die zuvor keiner mehr für möglich gehalten hatte. Mit einem 7:1-Lauf drehten Nico Kibat und seine Kollegen das Match und gewannen 33:32. Diese Niederlage der Eulen war eine der ganz bitteren Sorte.

Jetzt kann die TSG in der Neuauflage den Spieß herumdrehen, aber die Vorzeichen stehen dafür nicht besonders gut. Das liegt daran, dass zwei weitere Akteure, die in Nordhorn noch dabei waren, nicht spielen können. Regisseur Andrej Kogut wird bis Rundenende kein Spiel mehr bestreiten und Nils Brandt fällt wegen Schulterproblemen aus. Und weil auch Christian Klimek noch nicht wieder einsatzfähig ist, stellt sich die Mannschaft nahezu von alleine auf. Vielleicht kehrt dafür Ognjen Backovič auf die Platte zurück, was abzuwarten gilt.

"Bietigheim hat eine starke Mannschaft", weiß Alexander Becker, der Kreisläufer, der in Nordhorn acht Tore erzielte. "Klar wollen wir das Heimspiel gewinnen, denn wir haben noch etwas gutzumachen, aber in dieser Liga ist kein Spiel ein Selbstläufer." Philipp Grimm hofft, dass "wir wieder, wie in Nordhorn, konzentriert beginnen und gut ins Spiel kommen werden. Dann werden wir mal sehen, was für uns möglich sein wird."

In der Halle findet um die Zweitligabegegnung herum ein Familientag statt. Ein kleineres E-Jugend-Turnier wird stattfinden, es wird diverse Spielstationen für Kinder geben, ferner ein Fotoshooting mit dem Maskottchen der Eulen und vieles andere mehr.

Die Partie in der Friedrich-Ebert-Halle leiten Fabian und Christian vom Dorff aus Kaarst. Anwurf ist am Donnerstag, 17. Mai 2012, um 17 Uhr.

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