29.05.2012 - Die Rheinpfalz

Break-Dance zum Abschied

Handball: Zweitligist TSG Friesenheim verabschiedet fünf Spieler - Auch Gieger geht, bekommt aber Zweitspielrecht für Friesenheim

Mindaugas Veta, Steffen Bühler, Alexander Becker, Nils Brandt und Sergiu Dumitru (von links) wurden am Samstag nach dem Sieg der TSG Ludwigshafen-Friesenheim verabschiedet. FOTO: KUNZ-MORAY
Mindaugas Veta, Steffen Bühler, Alexander Becker, Nils Brandt und Sergiu Dumitru (von links) wurden am Samstag nach dem Sieg der TSG Ludwigshafen-Friesenheim verabschiedet. FOTO: KUNZ-MORAY

Ludwigshafen. Alexander Becker, Nils Brandt, Steffen Bühler, Sergiu Dumitru, Sascha Gieger und Mindaugas Veta verlassen nach dieser Saison den Handball-Zweitligisten TSG Ludwigshafen-Friesenheim. Fünf davon wurden am Samstag nach dem 34:28 (16:14)-Sieg gegen den Absteiger DHC Rheinland verabschiedet.

Das Quintett musste zum musikalischen Ständchen. Alexander Becker, Nils Brandt, Sergiu Dumitru, Steffen Bühler und Mindaugas Veta wurden von den TSG-Anhängern aufgefordert, das obligatorische „Humba”-Lied anzustimmen. Das passte: fünf Spieler, fünf Buchstaben. Als Zugabe zeigte Becker eine Break-Dance-Einlage. Der Junioren-Weltmeister ist in dieser Tanzrichtung bewandert und gab eine Welle als Kostprobe.

„Es hat sehr viel Spaß gemacht. Ich habe viele Höhen und Tiefen erlebt, viele tolle Menschen kennengelernt. Ich werde die Leute nicht vergessen. Ich möchte allen danken”, sagte der Kreisläufer. Drei Jahre spielte er für die TSG und geht nun zum Bundesliga-Aufsteiger Neuhausen.

In der Bundesliga werden sich Becker und Bühler begegnen. Steffen Bühler wechselt zum TV Großwallstadt. Der Kreisläufer kam vor dieser Runde wieder zur TSG. Schon von 2004 bis 2009 hatte er in Ludwigshafen gespielt. „Ich habe viel Neues erlebt”, fasste Bühler seine Saison zusammen, „ich habe sogar einmal in der Mitte gespielt.” Das war dem Verletzungspech geschuldet. Wenn die TSG kommende Saison von Verletzungen verschont bleibt, traut Bühler der Mannschaft zu, in der Tabelle oben mitzuspielen.

Bei Nils Brandt kann es sogar sein, dass er mit dem Handball aufhört. „Ich bin auf der Suche nach einem Job”, begründet er, „sollte sich da etwas Attraktives finden und es nicht mit dem Handball zu vereinen sein, dann höre ich auf.” Derzeit buhlen unter anderem Hochdorf, Haßloch und Pforzheim um den rechten Rückraumspieler. Brandt wurde immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen und kämpfte sich ran. Sein Vertrag wurde aber nicht verlängert, weil sich die TSG-Verantwortlichen für Andrej Kogut entschieden.

Auch Mindaugas Veta hatte eine lange Leidenszeit bei der TSG. Erst die Schulter, dann die Achillessehne. Nun will der Litauer erst einmal wieder ganz gesund werden. Dafür wird er weiter in Ludwigshafen bleiben. „Fünf Jahre bei einem Verein sind viel”, sagte Veta.

Sergiu Dumitru war ein Gewinner der Verletzungsseuche. Er hört aus beruflichen Gründen auf, sagt er. Dumitru arbeitet in Hockenheim im Service eines Haushalts-Kleingeräteherstellers. Torwart Sascha Gieger geht zur TSG Haßloch. Er wurde aber nicht verabschiedet, weil er ein Zweitspielrecht für Friesenheim bekommt - und der Mannschaft immer dann aushelfen wird, sollten Kevin Klier oder Maximilian Bender nicht spielen können.

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