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Friesenheimer Volksheld
Handball: TSG nach 35:27 gegen Saarlouis vorn - Pevnov top -
Klier klasse
Ludwigshafen. Handball-Zweitligist TSG
Friesenheim ist gestern Abend der Sprung an die Tabellenspitze gelungen. Das
Team schlug die HG Saarlouis 35:27 (16:13), profitierte von der Hüttenberger
Niederlage am Samstag in Bietigheim.
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Friesenheim hat einen neuen Volkshelden:
Evgeni Pevnov. Der Kreisläufer zeigte wieder mal eine imponierende Leistung
- und unterhielt auch die Gäste im Foyer beim Gespräch nach dem Spiel
bestens. Da plauderte der Russe am Mikro einfach mal so drauf los. Er
erzählte, dass er beim Friseur von seiner EM-Nominierung erfuhr, und wie es
war, als ihn plötzlich Coach Wladimir Maximow nach Moskau zitierte.
Authentisch! Pevnov verletzte sich
gestern zweimal, kam zweimal zurück. Mannschaftsarzt Andreas Kuhn schüttelte
Anfang der zweiten |
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TSG-Kapitän Benjamin Matschke zieht ab, Alexander Becker duckt sich im rechten Moment. FOTO: AP |
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Halbzeit den Kopf, er hatte ihm abgeraten,
weiterzuspielen. Ein russischer Bär kennt keinen Schmerz ...
Die TSG brauchte eine Viertelstunde, bis
sie so richtig ins Spiel fand. „Wir waren nervös, beim Abschlusstraining
waren nur sechs Leute da, wir wussten echt nicht, wo wir stehen", meinte
Benjamin Matschke. Der Kapitän marschierte vorne weg, übernahm auch bei den
Siebenmetern Verantwortung. Der Grund dafür, dass Friesenheim von 6:8 auf
15:11 davon zog, war Kevin Klier. Der Torhüter hatte eine sagenhafte Quote,
er parierte 20 Bälle. „Ich bin spät ins Spiel gekommen, als ich ein, zwei
freie Bälle gehalten habe, hatte ich einen Lauf", sagte er. Er profitierte
davon, dass die Gäste ihre Angriffe zu schnell abschlossen. „Wir haben
andere Ziele als die TSG. Friesenheim, die aufsteigen will. Wir wollen in
der Liga bleiben. Wir hatten nur einen Rückraumspieler zum Wechseln", sagte
Trainer André Gulbicki.
Stark nach der Pause: Gunnar Dietrich, der
am Ende wie Matschke und Pevnov auf sieben Tore kam, sich viel zutraute. Die
Problemzone der TSG bleibt aber in dieser Saison die halbrechte
Rückraum-Position. Mindaugas Veta konnte verletzungsbedingt nicht spielen,
Gabor Anscin sprang ein, später musste der gelernte „Halblinke" Christian
Dissinger ran. „Wir hatten uns viel vorgenommen, waren aber wirklich sehr
nervös nach der holprigen Vorbereitung. Der Sieg ist verdient, er ist aber
etwas zu hoch ausgefallen", resümierte TSG-Trainer Thomas König.
„Spitzenreiter, Spitzenreiter", sangen die
TSG-Fans schon vier Minuten vor dem Abpfiff. Am Samstag versucht die TSG die
Tabellenführung gegen die SG BBM Bietigheim (mit Steffen Bühler und Nico
Kibat) zu verteidigen. „Wir wollen so lange wie möglich oben bleiben",
unterstrich König. Sie wollen! Wie der junge Alexander Eusterholz unbedingt
das 35. Tor machten wollte - klasse!
So spielten sie
TSG Friesenheim: Klier, Pfeiffer
(bei einem Siebenmeter) - Anscin (1), Matschke (7), Dietrich (7) - Gaubatz
(4), Grimm (3) - Pevnov (7) - Becker (1), Dissinger (2), Müller (1), Ruß
(1), Eusterholz (1)
Spielfilm: 3:5 (8.), 6:8 (13.),
14:11 (26.), 16:12 (29.), 20:16 (36.), 23:19 (40.), 27:22 (46.) 30:25 (52.),
32:26 (57.) - Zeitstrafen: 3/4 - Siebenmeter: 7/5 - 5:5 -
Beste Spieler: Klier, Pevnov, Dietrich, Matschke - Fontaine, Grgic,
Hoffmann - Zuschauer: 1360 - Schiedsrichter: Fleisch/Rieber
(Ostfildern/Nürtingen) |