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Endlich wieder spitze
Handball: TSG Friesenheim nach Sieg gegen Saarlouis abermals
Tabellenführer der Zweiten Bundesliga Süd
Ludwigshafen. Die TSG Friesenheim ist
wieder Tabellenführer der zweiten Handball-Bundesliga Süd. Das war die
Mannschaft schon drei Mal in dieser Saison. Der 35:27 (16:13)-Erfolg gegen
Saarlouis vor 1360 Zuschauern in der Eberthalle kam einfacher zustande als
erwartet - dank eines tollen Trios.
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Die Widerspenstigkeit von Evgeni Pevnov
zahlte sich aus. Der russische Handball-Nationalspieler der TSG Friesenheim
war früh im Spiel umgeknickt und hatte sich den linken Knöchel geprellt.
Mannschaftsarzt Andreas Kuhn hatte dem 20 Jahre alten Pevnov zweimal
geraten, nicht weiterzuspielen. Der Kreisläufer ignorierte den ärztlichen
Rat, ließ sich in der Halbzeitpause den Fuß gut bandagieren, schluckte eine
Schmerztablette und war einer der Garanten des neuerlichen Heimsieges der
TSG Friesenheim. Pevnov erzielte sieben Tore und war mit Gunnar Dietrich (7)
und Benjamin Matschke (7) der erfolgreichste TSG-Werfer.
Die körperliche Tortur war für Pevnov
nichts Neues. Der Modellathlet ist es gewohnt, bis an die körperlichen
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Evgeni Pevnov nahm gestern einige Schmerzen in Kauf, um die TSG Friesenheim zum Sieg gegen Saarlouis zu
werfen. Dabei hatte der Mannschaftsarzt dem Kreisläufer geraten, nicht weiterzuspielen. FOTO:KUNZ |
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Grenzen zu gehen. Beim mehrwöchigen Trainingslager der russischen
Handball-Nationalmannschaft vor der Europameisterschaft wurden die Spieler
der Eliteauswahl hart rangenommen, erzählte Pevnov. Das sei schon bis zur
totalen Erschöpfung gegangen. Gegen Saarlouis gestern kamen Pevnov solche
schmerzlichen Erfahrung zugute. „Wir haben gewonnen, da nimmt man diese
Schmerzen in Kauf", sagte er.
Solches Leid widerfuhr Gunnar Dietrich
nicht. Der mit 2,03 Meter längste Spieler im Team der TSG Friesenheim kam
ohne eine Verletzung und Schmerzen durch das Spiel. Dietrich steigerte sich
zusehends und war zusammen mit Pevnov und Torwart Kevin Klier der beste
Friesenheimer Spieler. „Es war wichtig, dass wir dieses Spiel gewonnen
haben", sagte Dietrich, „denn wir hatten keine optimale Vorbereitung, da
viele Spieler verletzt oder nicht da waren." Die Mannschaft habe daher vor
dem ersten Spiel nach der EM-Pause gegen Saarlouis nicht gewusst, was auf
sie zukomme.
Diese Ungewissheit war schnell vorüber. In
der 18. Minute führte die TSG erstmals und baute den Vorsprung
kontinuierlich aus. Das lag daran, dass die Abwehr sich steigerte und
Torwart Kevin Klier wichtige Bälle klasse parierte.
Die TSG Friesenheim ist nach dem Erfolg
gegen Saarlouis wieder Tabellenführer. Das ist aber keine ungewohnte
Position für die TSG. Denn schon am vierten, fünften und sechsten Spieltag
stand Friesenheim diese Runde auf dem ersten Platz. Vom siebten Spieltag an
war die Mannschaft Zweiter - bis gestern. „Dadurch ist der Druck nicht
größer", sagten Dietrich und Pevnov. Denn, ergänzte Trainer König: „Unser
Ziel ist es nicht aufzusteigen, aber wir wollen so lange wie möglich da oben
bleiben." |