|
Bollwerk hält
Handball: TSG Friesenheim schlägt EHV Aue 22:18
AUE (nau). Die TSG Friesenheim bleibt in
der Zweiten Handball-Bundesliga Süd auf Erfolgskurs. Die Mannschaft von
Thomas König entführte gestern Abend beim 22:18 (11:8) Erfolg beim EHV Aue
zwei wichtige Zähler auf dem Weg zur Meisterschaft.
Die „Eulen" haben elf Spieltage vor
Saisonende weiterhin fünf Punkte Vorsprung vor Verfolger TV Bittenfeld, der
vor zwei Wochen in der Erzgebirgshalle noch eine 27:28 Niederlage
quittierte. In Friesenheim darf weiter geträumt werden.
Schlüssel zum 18. Saisonerfolg (37:9
Punkte) war eine überragende Abwehrleistung. „Nur 18 Gegentore bei der
heimstarken Auer Mannschaft. Das sagt alles über unsere starke Deckung und
einen überragenden Torwart Kevin Klier aus", nannte König die Gründe des
Erfolges.
Am aggressiven Friesenheimer Abwehrbollwerk
bissen sich die keineswegs schwachen Gastgeber vor 1200 Fans immer wieder
die Zähne aus. Munter legten hoch konzentrierte Friesenheimer los. Mit einem
Doppelschlag sorgte der wiederum kaum zu bremsende Kreisläufer Evgeni Pevnov
für eine schnelle 2:0-Führung (3.). Der lange verletzte Nils Brand erzielte
mit seinem ersten Saisontor das 9:4. „Über diesen Treffer von Nils haben
sich alle besonders gefreut. Nils wird noch mehr wichtige Tore für uns in
dieser Runde erzielen", sagte Thomas König.
Insgesamt lief es im Angriff aber nicht so
rund, weil auch der EHV einen starken Abwehrblock und guten Torwart stellte.
Unglücklich agierte der zuletzt stark auftrumpfende Halbrechte Gabor Ancsin,
der torlos blieb. Der Vorsprung schrumpfte kurz nach der Pause auf ein Tor
(12:11). Außerdem schossen die TSG-Spieler bei ihren Siebenmetern drei
„Fahrkarten". Ernsthaft in Gefahr geriet der Sieg aber nicht. Am Ende besann
sich der Tabellenführer wieder auf seine Stärken. Benjamin Matschke und
Frank Müller erzielten wichtige Tore. Auch der junge Alexander Eusterholz
konnte sich wie schon gegen Delitzsch in der Torschützenliste eintragen. So
hatte sich die über 450 Kilometer lange Fahrt auch für die vier
Friesenheimer Zuschauer, an der Spitze Fanclubchef Stephan Stelzer, gestern
Abend vollends gelohnt.
So spielten sie
TSG Friesenheim: Klier, Pfeiffer (n.e.)
- Ancsin, Matschke (5/3), Dietrich (3) - Zellmer (1), Grimm (3/1) - Pevnov
(5) - Becker, Brandt (1), Ruß, Müller (3), Eusterholz (1), Dissinger
Spielfilm: 1:3 (6.), 2:7 (14.), 4:9
(22.), 8:10 (29.), 10:15 (39.), 12:17 (47.), 15:20 (56.) - Rote Karten:
Agnarsson (57.), Uematsu (29. drei Zeitstrafen) - Zeitstrafen: 5/5 -
Siebenmeter: 4/3 - 7/4 - Beste Spieler: Skabeikis - Klier,
Pevnov, Dietrich - Zuschauer: 1200 - Schiedsrichter: Baumgart/Wild
(Altenheim/Elgersweier). |