Home
  Die Eulen
  News
  Eulen-News
  Presse-News
  Jugend-News
  Archiv
  Gegner
  Statistiken
  Fans
  Hallen
  Verein
  Sponsoren
  Service

 

 
 
Home >> News >> Presse-News >> Meldung
 
13.03.2010 - Die Rheinpfalz
„Das Gefüge ist unsere große Stärke"

Interview: Thomas König, Trainer der TSG Friesenheim, über die Aufstiegschancen in die Handball-Bundesliga

Ludwigshafen. Elf Spieltage vor Schluss führt Handball-Zweitligist TSG Friesenheim die Tabelle mit sechs Minuspunkten Vorsprung an. Udo Schöpfer lotete im Gespräch mit Trainer Thomas König aus, wie groß die Aufstiegschancen sind.

Herr König, der Blick auf die Tabelle macht Spaß, Bittenfeld spielte unentschieden gegen den Bergischen HC, genau wie von Ihnen gewünscht ...
Vom Tabellenbild her sieht es recht gut aus. Es spricht für uns, dass wir mit 37:9 Zählern und sechs Minuspunkten Vorsprung an der Spitze stehen. Elf Spieltage vor Schluss ist es auch richtig zu sagen, jawohl, wir wollen aufsteigen. Alles andere wäre falsch. Das ist eine bewusste Aussage, an der wir gemessen werden.


Was kann jetzt noch passieren?
Lebt mit seiner Mannschaft: TSG-Trainer Thomas König. FOTO:KUNZ
Es kommen noch elf Mannschaften, die uns den Aufstieg streitig machen wollen. Wir sind bisher gut damit gefahren, die Aufgaben von Spieltag zu Spieltag zu lösen. Wir können vom Aufstieg träumen. Die Mannschaft wird alles dafür tun, dass wir das auch schaffen. Aber: Kein Spiel wird ein Selbstläufer. Es gibt kein Spiel, in dem ich mich auf die Bank setzen kann und sagen: Das gewinnen wir. Der Letzte Leichlingen hat gegen Hüttenberg gepunktet, Aue hat Bittenfeld geschlagen, Essen lag beim Bergischen HC 20:18 vorne. Drei Beispiele für die Ausgeglichenheit der Liga.

Was für die Mannschaft spricht: Sie ist erstaunlich konstant.
Ja, sie ist sehr stabil, trotz der schlechten Vorbereitung im Januar. Da hatte ich schon ein bisschen Bauchweh. Der Sieg in Aue hätte sogar noch höher ausfallen können, auch die Bietigheimer Spieler haben gesagt, dass sie mit der Niederlage gut bedient waren.

Wieso ist Ihre Mannschaft trotz der Verluste von Steffen Bühler, Uli Spettmann und Sebastian Roth so stark?
Unser großes Plus sind die Jungen. Sie sind Spieler, die schon einen gehörigen Schuss Erfahrung mitbringen und zudem eine niedrige Fehlerquote haben. Nehmen wir Gunnar Dietrich, für mich derzeit eine der tragenden Säulen: Er ist 24 Jahre alt, hat aber schon vier, fünf Jahre Bundesliga- und Zweitliga-Handball absolviert. Kevin Klier ist in Top-Form.

Und die Mannschaft hat es in dieser Saison verstanden, mit Verletzungen umzugehen.
Genau. Wir haben auch quantitativ einen guten Kader. Nach den Top-Sieben fällt keiner ab. Gabor Ancsin legte zu, als Mindaugas Veta sich verletzt hatte, Thomas Zellmer spielt gut für Jan-Lars Gaubatz, Niklas Ruß ist da, wenn Philipp Grimm eine Pause braucht. Frank Müller ersetzt Benjamin Matschke.

Wie fit wäre die TSG Friesenheim für die Anforderung Bundesliga?
Ich sage Ihnen offen und ehrlich, dass ich mir darüber keine Meinung bilden kann. Das gehört in den Bereich der Geschäftsleitung und des Managements. Es gibt die Aussage, dass man das im Griff hätte. Wenn es denn soweit ist, werden wir darüber sprechen. Ich für meinen Teil verwende meine ganze Energie auf die Mannschaft und die Vorbereitung der Spiele.

Auch, was genau auf die TSG zukommen würde ...
... ist für mich noch kein Thema. Das ist Zukunftsmusik. Ich tue als Trainer alles dafür, dass wir es schaffen. Das ist der Ist-Zustand.

In der Rückschau: Wäre der Aufstieg im vergangenen Jahr, der in der Relegation gegen die TSV Hannover-Burgdorf in letzter Sekunde verspielt wurde, zu früh gekommen?
Mit Sicherheit hätten wir dieses Jahr die bessere Grundlage. Wenn wir aber den Sprung verpassen, dann wäre im vergangenen Jahr der Aufstieg besser gewesen ...

Wie viele Punkte kann die Mannschaft Ihrer Meinung noch abgeben, wie viele Spiele kann sie verlieren?
Zwei Spiele kann sie noch verlieren. Die Spiele in der Friedrich-Ebert-Halle gegen den TV Hüttenberg und den Bergischen HC sind sicher Vier-Punkte-Spiele.

Nils Brandt hat verlängert, fehlt noch Frank Müller. Wie sieht es da aus?
Wir wollen mit ihm verlängern. Und Stephan Pfeiffer wird uns als Torhüter erhalten bleiben. Er unterstützt die Jungen.

Das heißt, sie gehen im Grunde mit dem aktuellen Kader in die nächste Saison?
Ja, so ist es.

Holen Sie noch einen Spieler?
Wir machen uns Gedanken. Es muss ein Spieler sein, der uns weiter hilft. Vielleicht finden sich ja weitere Sponsoren, falls wir aufsteigen. Es darf aber nur ein Spieler sein, der unser Gefüge nicht durcheinander bringt. Denn das Gefüge ist unsere große Stärke.

Wie geht die Mannschaft mit der Situation um? Träumt sie schon vom Spiel in der Kieler Ostsee-Halle?
Die Mannschaft konzentriert sich auch auf die tägliche Arbeit. Wir gehen mit viel Selbstvertrauen und ohne allzu großen Druck in das letzte Saisondrittel. Man sieht in der Bundesliga, was möglich ist. Da verliert der HSV gegen Gummersbach, Kiel in Balingen. Wir haben eine gute Ausgangsposition, wären aber nicht am Boden zerstört, wenn es nicht klappt.

zurück...