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05.05.2010 - Gießener Anzeiger
TV Hüttenberg will Revanche für das Hinspiel

Trainer Gorr: „Muss niemand anstacheln oder motivieren“

HÜTTENBERG (hwt). „Mit einem Sieg wären wir nur noch einen Punkt von der Tabellenspitze der zweiten Liga Süd entfernt“, so Hüttenbergs Trainer Jan Gorr im Vorfeld des absoluten Topspiels TSG Friesenheim gegen den TVH am heutigen Mittwoch um 20:00 Uhr. Dabei sehen der Trainer und seine Mannschaft durchaus gute Chancen auf Zählbares beim aktuellen Tabellenführer der Südstaffel:“Ich glaube, ich muss keinem in meiner Mannschaft etwas über die Bedeutung der Partie sagen. Anstacheln oder gar motivieren muss ich wirklich niemanden mehr, dieses Spiel haben wir uns über harte Arbeit und Beständigkeit über die ganze Saison gesehen mehr als verdient.“

TV Hüttenberg - TSG Friesenheim (Heute 20 Uhr)

Die Gastgeber kamen am letzten Spieltag beim TV Neuhausen mit 32:23 überraschend deutlich unter die Räder und stehen sicherlich noch mehr unter dem Druck nach langer Zeit an der Spitze der Liga den Aufstieg in die erste Liga nicht mehr zu verspielen. „Ich glaube, dass das Gesamtpaket an Nervenbelastung für beide Mannschaften hoch sein wird, aber die TSG muss aufpassen, dass sie nicht wie in der letzten Runde auf der Zielgerade das Ziel erste Liga aus den Augen verliert. Die Gastgeber spüren jetzt den Atem der Verfolger im Nacken, eine Niederlage wäre für sie der weitaus größere Verlust als für uns“, so Gorr.

In der letzten Spielzeit scheiterten die Schützlinge von TSG-Trainer Thomas König ungemein knapp in der Aufstiegsrelegation an Hannover-Burgdorf, „der letzte Spieltag mit den Niederlagen von Friesenheim und dem TV Bittenfeld eröffnet uns für heute zwar neue Perspektiven, doch wir bleiben unserem Motto treu, das heißt wir schauen von Spieltag zu Spieltag und bleiben ruhig und gelassen“, so Gorr weiter.

Revanche wollen die Hessen sicherlich auch für die knappe 32:33 Hinspielniederlage, als der TVH in Minute 54 noch mit 31:27 führte, dann aber durch Tomek Jezewski nur noch ein Treffer in den letzten sechs Minuten gelang und die Eulen ein kaum mehr für möglich gehaltenen doppelten Punktgewinn feierten. Überhaupt nicht gelassen war Gorr beim 27:24-Heimerfolg am letzten Spieltag gegen den EHV Aue über die miserable Quote vom Siebenmeterpunkt mit insgesamt fünf Fahrkarten. Der Trainer erhofft sich noch mehr Konzentration und Verantwortungsübernahme bei den Strafwürfen, „die Qualität dort ist da, doch sie sollte auch abgerufen werden.“ Besonderen Wert müssen die Hessen sicherlich auch auf die Anfangsminuten legen, bei der Niederlage am vorletzten Spielat bei Concordia Delitzsch ließen die Hessen von Anfang an die erforderliche, aggressive Körpersprache schmerzlich vermissen. „Wenn das Spiel los geht, müssen wir dort eine deutliche Entwicklung zeigen, sonst verschenken wir schon am Anfang ein paar wenige, aber ganz wichtige Prozente“, so der Übungsleiter weiter.

Taktisch müssen sich die Hessen mit einer körperlich starken und taktisch versierten 6:0-Abwehr auseinandersetzen, dahinter steht mit Kevin Klier einer der besten Keeper der Südstaffel. Aus der starken Abwehr entwickeln die Ludwigshafener oft schnellen Konterhandball über Linksaußen Philipp Grimm. „Neben dem ungemein variablen Spielmacher Benjamin Matschke müssen wir in der Abwehr vor allem Gunnar Dietrich im halblinken Rückraum entschärfen, Dietrich hat seine Stärken im Eins gegen eins und aus der zweiten Reihe, aber wir sehen gegen starke Gegner oftmals gut aus. Sehr oft haben wir in entscheidenden Spielen besondere Leistungen abgerufen“, so Hüttenbergs Coach zum Abschluss. Ein Einsatz von Rechtsaußen Marc Langenbach scheint aufgrund seiner Leistenzerrung noch zu früh, auch Michael Bepler könnte fehlen, der Linksaußen laboriert an einer Erkältung.

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