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TV Hüttenberg will Revanche für das Hinspiel
Trainer Gorr: „Muss niemand anstacheln oder
motivieren“
HÜTTENBERG (hwt). „Mit einem Sieg wären wir
nur noch einen Punkt von der Tabellenspitze der zweiten Liga Süd entfernt“,
so Hüttenbergs Trainer Jan Gorr im Vorfeld des absoluten Topspiels TSG
Friesenheim gegen den TVH am heutigen Mittwoch um 20:00 Uhr. Dabei sehen der
Trainer und seine Mannschaft durchaus gute Chancen auf Zählbares beim
aktuellen Tabellenführer der Südstaffel:“Ich glaube, ich muss keinem in
meiner Mannschaft etwas über die Bedeutung der Partie sagen. Anstacheln oder
gar motivieren muss ich wirklich niemanden mehr, dieses Spiel haben wir uns
über harte Arbeit und Beständigkeit über die ganze Saison gesehen mehr als
verdient.“
TV Hüttenberg - TSG Friesenheim (Heute 20
Uhr)
Die Gastgeber kamen am letzten Spieltag
beim TV Neuhausen mit 32:23 überraschend deutlich unter die Räder und stehen
sicherlich noch mehr unter dem Druck nach langer Zeit an der Spitze der Liga
den Aufstieg in die erste Liga nicht mehr zu verspielen. „Ich glaube, dass
das Gesamtpaket an Nervenbelastung für beide Mannschaften hoch sein wird,
aber die TSG muss aufpassen, dass sie nicht wie in der letzten Runde auf der
Zielgerade das Ziel erste Liga aus den Augen verliert. Die Gastgeber spüren
jetzt den Atem der Verfolger im Nacken, eine Niederlage wäre für sie der
weitaus größere Verlust als für uns“, so Gorr.
In der letzten Spielzeit scheiterten die
Schützlinge von TSG-Trainer Thomas König ungemein knapp in der
Aufstiegsrelegation an Hannover-Burgdorf, „der letzte Spieltag mit den
Niederlagen von Friesenheim und dem TV Bittenfeld eröffnet uns für heute
zwar neue Perspektiven, doch wir bleiben unserem Motto treu, das heißt wir
schauen von Spieltag zu Spieltag und bleiben ruhig und gelassen“, so Gorr
weiter.
Revanche wollen die Hessen sicherlich auch
für die knappe 32:33 Hinspielniederlage, als der TVH in Minute 54 noch mit
31:27 führte, dann aber durch Tomek Jezewski nur noch ein Treffer in den
letzten sechs Minuten gelang und die Eulen ein kaum mehr für möglich
gehaltenen doppelten Punktgewinn feierten. Überhaupt nicht gelassen war Gorr
beim 27:24-Heimerfolg am letzten Spieltag gegen den EHV Aue über die
miserable Quote vom Siebenmeterpunkt mit insgesamt fünf Fahrkarten. Der
Trainer erhofft sich noch mehr Konzentration und Verantwortungsübernahme bei
den Strafwürfen, „die Qualität dort ist da, doch sie sollte auch abgerufen
werden.“ Besonderen Wert müssen die Hessen sicherlich auch auf die
Anfangsminuten legen, bei der Niederlage am vorletzten Spielat bei Concordia
Delitzsch ließen die Hessen von Anfang an die erforderliche, aggressive
Körpersprache schmerzlich vermissen. „Wenn das Spiel los geht, müssen wir
dort eine deutliche Entwicklung zeigen, sonst verschenken wir schon am
Anfang ein paar wenige, aber ganz wichtige Prozente“, so der Übungsleiter
weiter.
Taktisch müssen sich die Hessen mit einer
körperlich starken und taktisch versierten 6:0-Abwehr auseinandersetzen,
dahinter steht mit Kevin Klier einer der besten Keeper der Südstaffel. Aus
der starken Abwehr entwickeln die Ludwigshafener oft schnellen
Konterhandball über Linksaußen Philipp Grimm. „Neben dem ungemein variablen
Spielmacher Benjamin Matschke müssen wir in der Abwehr vor allem Gunnar
Dietrich im halblinken Rückraum entschärfen, Dietrich hat seine Stärken im
Eins gegen eins und aus der zweiten Reihe, aber wir sehen gegen starke
Gegner oftmals gut aus. Sehr oft haben wir in entscheidenden Spielen
besondere Leistungen abgerufen“, so Hüttenbergs Coach zum Abschluss. Ein
Einsatz von Rechtsaußen Marc Langenbach scheint aufgrund seiner
Leistenzerrung noch zu früh, auch Michael Bepler könnte fehlen, der
Linksaußen laboriert an einer Erkältung. |