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Jagdfieber geht weiter
HANDBALL: Die A-Junioren
der TSG Friesenheim stehen erstmals im Finale der Deutschen Meisterschaft.
Im Halbfinale gab's ein 27:23 gegen GWD Minden.
DUISBURG. Im Endspiel treffen die
kleinen „Eulen" heute (14.30 Uhr) auf den westdeutschen Meister HSG
Düsseldorf, der sich im zweiten Halbfinale gegen JSG Balingen/Weilstetten
mit 30:29 durchsetzte.
Unmittelbar nach dem Abpfiff tanzten die
Jungs um Kapitän Christian Dissinger Arm in Arm und genossen den erstmaligen
Einzug ins Finale. „Jetzt wollen wir erst recht die Meisterschaft", sagte
Kreisläufer Rene Fischer, nachdem seine Mannschaft von Beginn an Minden
mächtig unter Druck setzte. Aus einer aggressiven Sechs-Null-Deckung heraus
gelang Friesenheim fast jede taktische Variante im Angriff und so setzten
sich die Schützlinge des Trainer-Duos Martin Röhrig/Thomas König nach 15
Minuten verdient mit 9:4 ab. Insbesondere gaben sie gegen die
3:2:1-Abwehrkette die passende Antwort. „Ich hatte den Gegner etwas stärker
eingeschätzt", meinte Sascha Gieger. Mit 19 Paraden hatte der Rotschopf
wesentlichen Anteil an dem überzeugenden Auftritt. Dazu fanden die
Kreisläufer Benny Zellmer und Rene Fischer bei der offensiven Deckung immer
wieder die Lücke. Minden kam erst spät beim Stand von 13:7 (26.) ins Spiel,
nachdem Coach Zsolt Homovics fast die komplette Mannschaft ausgetauscht
hatte. Friesenheim wirkte ein wenig nachlässig und kam auch nach dem
Wiederanpfiff beim 16:15 in Bedrängnis. „Da waren wir uns einfach zu sicher
und das war ein Fehler", räumte Benny Zellmer ein. „Nachdem Minden auch auf
Sechs-Null-Deckung umstellte, hatten wir einige Abstimmungsprobleme", sagte
Trainer Martin Röhrig, der auch den zeitweilig überforderten Alexander
Eusterholz aus dem Spiel nahm und Abwehrhüne Rene Fischer in den Rückraum
beorderte.
Ein kluger taktischer Schachzug:
Friesenheim fand wieder in die Erfolgsspur zurück, bewies den größeren
Willen und die größere Leidenschaft als der Gegner. Die fast logische Folge:
Mit fünf Toren durch Christian Dissinger, Rene Fischer, Niklas Schwenzer,
Jörn Christmann und Kai Diehl setzten sich die „Eulen" wieder entscheidend
ab.
TSG Friesenheim: Gieger, Ludmann (n.E.)
- Eusterholz, Jörn Christmann (5/1), Dissinger (6) - Diehl (5), Schwenzer
(2) - Zellmer (5) - Fischer (4), Steffen Christmann, Wegmann, Joswig (n.E.).
TSV GWD Minden: Ziegler, Frerichs -
Lindemann, Südmeier (5), Fuchs (3) - Oevermann (9/2), Freitag (3/1) -
Torbrügge (1) - Schmidt (1), Berg, Sülberg-Tewes, König (1), Voßbrink,
Rauchschwalbe
Spielfilm: 3:3 (9.), 9:4 (16.), 13:6
(23.), 15:9 (28.), 15:11 (30.) 16:15 (36.) 19:16 (42.), 18:22 (51.), 23:19
(55.), 27:23 (60.) - Zeitstrafen: 6 - 4 - Siebenmeter: 1/1 -
4/3 - Beste Spieler: Gieger, Fischer, Zellmer - Frerichs, Oevermann -
Zuschauer: 750 - Schiedsrichter: Immel/Klein (Tönisvorst/Ratingen). (wij) |