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20.06.2010 - Die Rheinpfalz
Jagdfieber geht weiter

HANDBALL: Die A-Junioren der TSG Friesenheim stehen erstmals im Finale der Deutschen Meisterschaft. Im Halbfinale gab's ein 27:23 gegen GWD Minden.

DUISBURG. Im Endspiel treffen die kleinen „Eulen" heute (14.30 Uhr) auf den westdeutschen Meister HSG Düsseldorf, der sich im zweiten Halbfinale gegen JSG Balingen/Weilstetten mit 30:29 durchsetzte.

Unmittelbar nach dem Abpfiff tanzten die Jungs um Kapitän Christian Dissinger Arm in Arm und genossen den erstmaligen Einzug ins Finale. „Jetzt wollen wir erst recht die Meisterschaft", sagte Kreisläufer Rene Fischer, nachdem seine Mannschaft von Beginn an Minden mächtig unter Druck setzte. Aus einer aggressiven Sechs-Null-Deckung heraus gelang Friesenheim fast jede taktische Variante im Angriff und so setzten sich die Schützlinge des Trainer-Duos Martin Röhrig/Thomas König nach 15 Minuten verdient mit 9:4 ab. Insbesondere gaben sie gegen die 3:2:1-Abwehrkette die passende Antwort. „Ich hatte den Gegner etwas stärker eingeschätzt", meinte Sascha Gieger. Mit 19 Paraden hatte der Rotschopf wesentlichen Anteil an dem überzeugenden Auftritt. Dazu fanden die Kreisläufer Benny Zellmer und Rene Fischer bei der offensiven Deckung immer wieder die Lücke. Minden kam erst spät beim Stand von 13:7 (26.) ins Spiel, nachdem Coach Zsolt Homovics fast die komplette Mannschaft ausgetauscht hatte. Friesenheim wirkte ein wenig nachlässig und kam auch nach dem Wiederanpfiff beim 16:15 in Bedrängnis. „Da waren wir uns einfach zu sicher und das war ein Fehler", räumte Benny Zellmer ein. „Nachdem Minden auch auf Sechs-Null-Deckung umstellte, hatten wir einige Abstimmungsprobleme", sagte Trainer Martin Röhrig, der auch den zeitweilig überforderten Alexander Eusterholz aus dem Spiel nahm und Abwehrhüne Rene Fischer in den Rückraum beorderte.

Ein kluger taktischer Schachzug: Friesenheim fand wieder in die Erfolgsspur zurück, bewies den größeren Willen und die größere Leidenschaft als der Gegner. Die fast logische Folge: Mit fünf Toren durch Christian Dissinger, Rene Fischer, Niklas Schwenzer, Jörn Christmann und Kai Diehl setzten sich die „Eulen" wieder entscheidend ab.

TSG Friesenheim: Gieger, Ludmann (n.E.) - Eusterholz, Jörn Christmann (5/1), Dissinger (6) - Diehl (5), Schwenzer (2) - Zellmer (5) - Fischer (4), Steffen Christmann, Wegmann, Joswig (n.E.).

TSV GWD Minden: Ziegler, Frerichs - Lindemann, Südmeier (5), Fuchs (3) - Oevermann (9/2), Freitag (3/1) - Torbrügge (1) - Schmidt (1), Berg, Sülberg-Tewes, König (1), Voßbrink, Rauchschwalbe

Spielfilm: 3:3 (9.), 9:4 (16.), 13:6 (23.), 15:9 (28.), 15:11 (30.) 16:15 (36.) 19:16 (42.), 18:22 (51.), 23:19 (55.), 27:23 (60.) - Zeitstrafen: 6 - 4 - Siebenmeter: 1/1 - 4/3 - Beste Spieler: Gieger, Fischer, Zellmer - Frerichs, Oevermann - Zuschauer: 750 - Schiedsrichter: Immel/Klein (Tönisvorst/Ratingen). (wij)

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