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21.06.2010 - Die Rheinpfalz
Tränen der Enttäuschung

Handball: Friesenheimer A-Junioren verlieren DM-Finale 34:38 gegen Düsseldorf

DUISBURG. Die Sensation blieb aus: Die A-Junioren der TSG Friesenheim mussten sich in einem hochklassigen Finale um die Deutsche Meisterschaft dem westdeutschen Meister HSG Düsseldorf mit 34:38 (15:16) geschlagen geben.

Dennoch feierten die Schützlinge von Trainer Martin Röhrig mit der deutschen Vize-Meisterschaft den bisher größten Erfolg im Jugend-Handball in der Vereinsgeschichte. Den dritten Platz belegte TSV GWD Minden nach dem 34:25 (17:10) gegen den süddeutschen Meister JSG Balingen-Weilstetten.

Hängende Köpfe, Frust und Niedergeschlagenheit machte sich zunächst unter den TSG-Akteuren nach dem Abpfiff breit, während die Rheinländer die Meisterschaft mit Sektfontänen vor 1350 Zuschauern feierten. Die Jungs um TSG-Kapitän Christian Dissinger starrten dagegen ins Leere, Spielmacher Jörn Christmann brach nach der Niederlage in Tränen aus.

„Man muss gestehen, Düsseldorf hat aus seinen Möglichkeiten mehr gemacht und die Meisterschaft verdient gewonnen", sagte TSG-Coach Martin Röhrig, seinen Freund und Düsseldorfer Kollegen Jens Sieberger umarmend. „Auf den zweiten Platz können wir besonders stolz sein, und ich bin auch stolz auf die Jungs, die bis zuletzt an die Meisterschaft geglaubt haben", ergänzte Röhrig.

Bis zum Halbzeitpfiff hielten die „kleinen Eulen" die Entscheidung noch offen, als Christian Dissinger und Alexander Eusterholz den Rückstand gegen die körperlich überlegenen Rheinländer auf 15:16 verkürzten. Alles in allem wirkte die TSG-Sieben in der Abwehr nicht mehr so stabil wie am Vortag, als sie GWD Minden im Halbfinale deutlich die Grenzen aufgezeigt hatte.

Gleich nach dem Wiederanpfiff setzte sich Düsseldorf binnen zehn Minuten auf 19:25 ab. Diesen Rückstand konnte die Röhrig-Sieben trotz aller Anstrengungen nicht mehr aufholen. „Wir waren aber auch im Angriff heute nicht so konsequent und haben viele Möglichkeiten nicht genutzt", sagte Linksaußen Niklas Schwenzer, der sich ebenso wie Spielmacher Jörn Christmann in das Notizbuch von Christian Schwarzer, dem Jugendkoordinator des Deutschen Handball-Bund (DHB), gespielt haben dürfte.

„Mir ist der eine oder andere aufgefallen, der sicherlich eine Einladung bekommen wird", sagte „Blacky" Schwarzer. Ohnehin lobte der Ex-Weltmeister das engagierte Auftreten der beiden Finalisten. „Es waren Nuancen, die das Finale entschieden haben", meinte der deutsche Rekord-Nationalspieler.

So spielten Sie

TSG Friesenheim: Ludmann, Gieger - Eusterholz (7), Jörn Christmann (6/2), Dissinger (7/1) - Diehl (5) , Schwenzer (7/1) - Zellmer (2) - Fischer, Steffen Christmann, Wegmann, Joswig, Riffel, Klee, Klein, Wagner.

HSG Düsseldorf: Heesen, Freimuth - Feld (9/2), Jan Artmann (4), Hansen (7) - Nils Artmann (1), Pagalies (3/2) - Roschek (5) - Merten (1/1), Kress (1), Kühn (7), Neukirchen, Koslowski, Thanscheidt, Backhaus, Bauer

Spielfilm: 3:4 (6.), 7:5 (10.), 8:8 (18.), 10:13 (25.), 15:16 (30.), 17:20 (34.), 19:20 (36.), 19:25 (41.) 24:30 (50.), 30:33 (55.), 34:38 (60.) - Zeitstrafen: 2/4 - Siebenmeter: 6/4 - 6/5 - Beste Spieler: Schwenzer, Dissinger, Eusterholz - Hansen, Feld, Roschek - Zuschauer: 1350 - Schiedsrichter: Damian/Wenz (Mainz/Bingen).

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