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Tränen der Enttäuschung
Handball: Friesenheimer A-Junioren verlieren DM-Finale 34:38
gegen Düsseldorf
DUISBURG. Die Sensation blieb aus: Die
A-Junioren der TSG Friesenheim mussten sich in einem hochklassigen Finale um
die Deutsche Meisterschaft dem westdeutschen Meister HSG Düsseldorf mit
34:38 (15:16) geschlagen geben.
Dennoch feierten die Schützlinge von
Trainer Martin Röhrig mit der deutschen Vize-Meisterschaft den bisher
größten Erfolg im Jugend-Handball in der Vereinsgeschichte. Den dritten
Platz belegte TSV GWD Minden nach dem 34:25 (17:10) gegen den süddeutschen
Meister JSG Balingen-Weilstetten.
Hängende Köpfe, Frust und
Niedergeschlagenheit machte sich zunächst unter den TSG-Akteuren nach dem
Abpfiff breit, während die Rheinländer die Meisterschaft mit Sektfontänen
vor 1350 Zuschauern feierten. Die Jungs um TSG-Kapitän Christian Dissinger
starrten dagegen ins Leere, Spielmacher Jörn Christmann brach nach der
Niederlage in Tränen aus.
„Man muss gestehen, Düsseldorf hat aus
seinen Möglichkeiten mehr gemacht und die Meisterschaft verdient gewonnen",
sagte TSG-Coach Martin Röhrig, seinen Freund und Düsseldorfer Kollegen Jens
Sieberger umarmend. „Auf den zweiten Platz können wir besonders stolz sein,
und ich bin auch stolz auf die Jungs, die bis zuletzt an die Meisterschaft
geglaubt haben", ergänzte Röhrig.
Bis zum Halbzeitpfiff hielten die „kleinen
Eulen" die Entscheidung noch offen, als Christian Dissinger und Alexander
Eusterholz den Rückstand gegen die körperlich überlegenen Rheinländer auf
15:16 verkürzten. Alles in allem wirkte die TSG-Sieben in der Abwehr nicht
mehr so stabil wie am Vortag, als sie GWD Minden im Halbfinale deutlich die
Grenzen aufgezeigt hatte.
Gleich nach dem Wiederanpfiff setzte sich
Düsseldorf binnen zehn Minuten auf 19:25 ab. Diesen Rückstand konnte die
Röhrig-Sieben trotz aller Anstrengungen nicht mehr aufholen. „Wir waren aber
auch im Angriff heute nicht so konsequent und haben viele Möglichkeiten
nicht genutzt", sagte Linksaußen Niklas Schwenzer, der sich ebenso wie
Spielmacher Jörn Christmann in das Notizbuch von Christian Schwarzer, dem
Jugendkoordinator des Deutschen Handball-Bund (DHB), gespielt haben dürfte.
„Mir ist der eine oder andere aufgefallen,
der sicherlich eine Einladung bekommen wird", sagte „Blacky" Schwarzer.
Ohnehin lobte der Ex-Weltmeister das engagierte Auftreten der beiden
Finalisten. „Es waren Nuancen, die das Finale entschieden haben", meinte der
deutsche Rekord-Nationalspieler.
So spielten Sie
TSG Friesenheim: Ludmann, Gieger -
Eusterholz (7), Jörn Christmann (6/2), Dissinger (7/1) - Diehl (5) ,
Schwenzer (7/1) - Zellmer (2) - Fischer, Steffen Christmann, Wegmann, Joswig,
Riffel, Klee, Klein, Wagner.
HSG Düsseldorf: Heesen,
Freimuth - Feld (9/2), Jan Artmann (4), Hansen (7) - Nils Artmann (1),
Pagalies (3/2) - Roschek (5) - Merten (1/1), Kress (1), Kühn (7),
Neukirchen, Koslowski, Thanscheidt, Backhaus, Bauer
Spielfilm: 3:4 (6.), 7:5 (10.), 8:8
(18.), 10:13 (25.), 15:16 (30.), 17:20 (34.), 19:20 (36.), 19:25 (41.) 24:30
(50.), 30:33 (55.), 34:38 (60.) - Zeitstrafen: 2/4 - Siebenmeter:
6/4 - 6/5 - Beste Spieler: Schwenzer, Dissinger, Eusterholz - Hansen,
Feld, Roschek - Zuschauer: 1350 - Schiedsrichter: Damian/Wenz
(Mainz/Bingen). |