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04.07.2010 - Die Rheinpfalz
„Wir müssen viel Geduld haben"

Thomas König, Trainer des Aufsteigers TSG Friesenheim, über das Abenteuer Handball-Bundesliga. Von Udo Schöpfer

Herr König, wie geht es Ihnen, wie haben Sie die vergangenen Wochen verbracht, ist der Akku wieder aufgeladen?
Ja, ein bisschen erholt habe ich mich schon. Ich war ja noch an zwei Wochenenden mit den A-Junioren der TSG Friesenheim bei den Final-Spielen um die deutsche Meisterschaft unterwegs, aber im Großen und Ganzen konnte ich auftanken.

Was macht die Personalplanung, beispielsweise mit Blick auf die Linksaußenposition, nachdem klar ist, dass Niklas Ruß zurück zu den Rhein-Neckar-Löwen wechselt.
Das ist momentan der Stand. Für diese Position holen wir keinen weiteren Spieler. Wir haben Philipp Grimm, den jungen Andreas Friedrich, und aus dem Rückraum kann auch der eine oder andere links spielen. Noch jemanden für den Rückraum zu finden, ist derzeit wichtiger.

Sie spielen auf den rechten Rückraum an?
Genau. Mindaugas Veta fällt wegen seiner Schulteroperation die gesamte Vorrunde aus - und auch Nils Brandt. Er muss wieder am Ellbogen operiert werden, genau an der Stelle, wo er schon im vergangenen Jahr operiert wurde.

Kann man rekonstruieren, wann er sich da wieder verletzte?
Vermutlich im Heimspiel gegen den HSC Coburg 2000.

Ist es jetzt, zu dem späten Zeitpunkt, überhaupt noch möglich, einen qualifizierten Mann zu verpflichten?
Ja, das geht schon noch. Wir werden den einen oder anderen Kandidaten zum Probetraining einladen.

Mit welchem Gefühl starten Sie in das Abenteuer Bundesliga?
Ich bin vor allem sehr neugierig. Ich bin natürlich auch gespannt, ob und wie unsere junge Mannschaft mithalten kann.

HBW Balingen-Weilstetten hatte als 15. am Ende der Saison 18 Punkte. Diese Zahl braucht man wohl wieder, um sicher die Klasse zu halten. Wie wollen Sie das schaffen?
Das Ziel ist zunächst einmal, sich in der neuen Klasse zu akklimatisieren und herauszufinden, was in der Bundesliga möglich ist. Wenn der Spielplan so abgesegnet wird, dann spielen wir zum Auftakt beim THW Kiel und empfangen dann zu Hause den TBV Lemgo. Dann wissen wir schon in etwa, wo wir stehen. Wir müssen viel Geduld haben, wir dürfen nie in Panik verfallen. Wenn Mindaugas Veta und Nils Brandt in der Rückrunde wieder dabei sind, stehen wir gut, auch in der Rückrunde können wir den Klassenerhalt noch schaffen.

Ein Markenzeichen Ihrer jungen Mannschaft war die Unbekümmertheit. Haben Sie Bedenken, dass sie irgendwann mal verloren gehen kann in der heißen Anfangsphase?
Diese Unbekümmertheit kann wieder eine Stärke werden. Die Mannschaft darf sich keinen Druck auferlegen und verzagen. Sie wird sich nach und nach weiterentwickeln und reifen.

Die Bundesliga ist doppelt so stark wie die Zweite Liga. Trainieren Sie auch doppelt so viel? Wo legen Sie die Schwerpunkte? Morgen geht es ja los ...
Nein, mehr Training ist gar nicht mehr möglich. Wir trainieren schon relativ viel. Die Schwerpunkte? Wir müssen uns im körperlichen Bereich verbessern, bei der Fitness, und wir werden auch viel Krafttraining machen.

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