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06.07.2010 - Die Rheinpfalz
„Der Aufstieg ist der Wahnsinn"

Interview: TSG-Manager Gleich über die neue Saison

Ludwigshafen. Günter Gleich ist ein Mann der ersten Stunde beim Handball-Bundesligisten TSG Friesenheim. Der Manager spielte für die TSG, war Trainer, Jugendleiter und gründete mit Herbert Schuler den Freundeskreis. Gestern war offizieller Trainingsauftakt für die TSG. Marek Nepomucky hat mit Gleich über die neue Saison gesprochen.

Herr Gleich, haben Sie sich schon eine Geheimnummer besorgt?
Ja, ich habe sogar eine, aber die weiß ich nicht auswendig. Da muss ich immer nachschauen.

Wie entkamen sie dann dem Glückwunsch-Marathon nach dem Aufstieg und den Anfragen zur neuen Saison?
Oh, das waren schon sehr viele Glückwunsch-Mails. Aus Frankreich, der Schweiz kamen Mails und eine nette aus Berlin von einem Mann, der vor 40 Jahren gegen mich aktiv Handball spielte. An ihn konnte ich mich gar nicht mehr erinnern.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die Saison der besten Handball-Liga der Welt?
Es gibt nur eins: Ligaverbleib. Das wird schwer genug werden. Aber es gibt ja einen zweiten Aufsteiger, und dann müssen wir schauen, dass wir noch zwei der schwächeren Mannschaften in der Liga hinter uns lassen.

Die Bundesliga bringt auch Veränderungen außerhalb der Mannschaft mit. Wie weit ist die TSG da?
Wir sind schon weit, da wir schon Wochen vor dem Titelgewinn damit begonnen und die Sachen dann intensiviert haben, als wir Meister wurden. Wir werden in der Eberthalle Stehplätze aufbauen. Diese müssen nun von der Stadt abgenommen werden. Dann müssen wir noch mit dem Fernsehsender Sport1 klären, was dieser für die Übertragungen alles benötigt. Der VIP-Raum wird vergrößert, da wir schon 200 VIP-Karten verkauft haben. Weil die Anfrage da so groß war, haben wir nur VIP-Karten in Verbindung mit Werbung verkauft.

Ist die Nachfrage bei den Dauerkarten auch so groß?
Ja. Wir haben bislang um die 1000 Dauerkarten verkauft.

Wie sieht's bei den Sponsoren aus?
Wir haben ein paar Sponsoren verloren, aber der Aufstieg hat schon einen Schub gebracht, denn wir haben neue gewonnen, und manche treue Sponsoren haben ihren Betrag aufgestockt.

Demnach ist also noch Spielraum für neue Spieler da, nachdem nun ja auch Nils Brandt länger ausfallen wird?
Ja, wir suchen noch einen Spieler.

Was bedeutet für Sie dieser Aufstieg?
Das ist der Wahnsinn. Als wir in der Kreisklasse angefangen hatten und auf einmal in der Regionalliga spielten, dachten wir: Okay, da ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Dann kam die 2. Bundesliga. Ziel war es, nicht gleich wieder abzusteigen. Dann hatten wir uns im Mittelfeld festgesetzt und auf einmal sind wir aufgestiegen. Ich wünsche mir, dass es so auch in der Bundesliga passiert.

Zur Person
Günter Gleich (68) war viele Jahre Verkaufsleiter bei Shell. Er wohnt in Ludwigshafen und begann mit zehn Jahren bei der TSG Friesenheim, Handball zu spielen.

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