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„Das ist ein Dämpfer“

Interview: Patrick Weber erzielte gestern zehn Tore für Handball-Zweitligist TSG Friesenheim gegen den Spitzenreiter Bietigheim. Trotzdem verlor die TSG mit 26:29 (15:15). Ein Gespräch über Fehler und die Vertragsverhandlungen.

Patrick Weber kann sich durchaus vorstellen, seinen Vertrag bei der TSG Friesenheim zu verlängern. Mit seinen zehn Toren hat er gestern jedenfalls Werbung in eigener Sache betrieben. FOTO: KUNZ

Herr Weber, was hat den Unterschied zwischen Friesenheim und Bietigheim ausgemacht?
Bietigheim hat unsere Fehler konsequent bestraft. Sie haben starke Tempogegenstöße gespielt. Wir haben das zeitweise auch getan. Aber immer dann, wenn wir mal rangekommen waren, unterliefen uns einfache Fehler und wir waren zu hektisch.

Das heißt, der überragende Bietigheimer Torwart Aron Rafn Edvardsson war für Sie nicht der spielentscheidende Mann?
Er hat ein überragendes Spiel gemacht. Wir wussten auch, dass er ein toller Torwart ist, aber wenn man zu Hause eben nur 26 Tore erzielt, ist es schwer, gegen solch eine Mannschaft wie Bietigheim zu gewinnen. Wir hatten allerdings einige Chancen, 30 bis 35 Tore zu erzielen.

Sie haben zehn Tore gegen Bietigheim erzielt. Damit waren Sie bester Werfer des Abends. Ich nehme an, dass ist ein schwacher Trost für Sie…
Ich kann mir für diese Tore nichts kaufen. Statistiken sind schön, aber ich kann mich über die zehn Tore nicht sehr freuen. Denn wir wollen als Mannschaft immer gewinnen und das ist uns gegen Bietigheim nicht gelungen.

Es war die zweite Niederlage in Folge. Erst das 27:28 in Leutershausen und nun das 26:29 zu Hause gegen Bietigheim. Ist das ein Dämpfer für die Mannschaft?
Ja natürlich. Das ist ein Dämpfer, ein Knick. Wir müssen aber jetzt klar bleiben. Es ist letztendlich nichts passiert. Wir haben ja gegen Bietigheim vieles richtig gemacht. Daran müssen wir glauben und aufbauen. Die erste Halbzeit hatten wir viele gute Angriffe. Leider haben wir nicht alle erfolgreich abgeschlossen. Bietigheim hat starke Tempogegenstöße gespielt. Wir kannten diese Stärke von ihnen. Aber wir konnten sie nur zu selten unterbinden. Außerdem hat Bietigheim stark verteidigt. In der zweiten Halbzeit sind uns nur elf Tore gelungen. Das ist zu wenig, um so ein Spitzenspiel zu gewinnen. Bietigheim hat momentan einen sehr guten Lauf. Die Mannschaft hat richtig viel Selbstvertrauen.

Ihr Vertrag endet nach dieser Saison. Wie sieht Ihre Tendenz aus?
Mir macht es Spaß hier. Der Verein ist zufrieden mit mir und ich weiß, was ich an der TSG Friesenheim habe.

Das heißt, Sie bleiben über die Saison hinaus?
Ich gehe ganz entspannt in die Gespräche. Ein erstes Gespräch gab es ja schon.

Bis wann wollen Sie persönlich die Vertragsverhandlungen abgeschlossen haben?
Ich setze mich da nicht unter Druck. Aber bis Februar oder März wird es jedenfalls nicht dauern.

Von was machen Sie eine Vertragsverlängerung abhängig? Von Ihrem Jura-Studium?
Nein. Der Fokus liegt klar auf Handball. Ich gehe ohne Forderungen in die Gespräche. Wie gesagt, mir gefällt es hier und mir macht es Spaß.

|Interview: Marek Nepomucky