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Der nächste Anlauf

Handball: Eulen Ludwigshafen erwarten TBV Lemgo – Chancen besser nutzen

Von Stefan Naumer

LUDWIGSHAFEN. Die Eulen Ludwigshafen nehmen morgen den nächsten Anlauf für die ersten Zähler in der Handball-Bundesliga. In der Friedrich-Ebert-Halle erwartet der Aufsteiger am vierten Spieltag den schon zweimal erfolgreichen TBV Lemgo. Ungewöhnlich ist die frühe Anwurfzeit um 12.30 Uhr.

Die im Oberhaus jahrelang etablierten Teams von Göppingen, Magdeburg und Füchse Berlin waren die ersten Gegner – ein schweres Auftaktprogramm. Richtig chancenlos waren die Eulen dabei nie. Phasenweise hielt die junge Truppe richtig gut mit, stand aber am Ende mit leeren Händen da. Diesmal soll der Matchplan von Trainer Ben Matschke aufgehen.

Dazu gehört, dass die Angreifer nicht so kläglich mit ihren Chancen umgehen. Bei den Füchsen Berlin scheiterten Patrick Weber und Kollegen immer wieder am überragenden Petr Stochl. Schmerzlich vermisst wird im rechten Rückraum David Schmidt, der mit einem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich weiterhin fehlt. Der junge Robin Egelhof zeigt gute Ansätze, kann aber den wurfgewaltigen und körperlich robusten Schmidt nicht ersetzen. Oliver Heß hat sich im Abschlusstraining einen Hexenschuss zugezogen. Er wird aller Voraussicht nach nicht spielen.

Wenn die Eulen vorne nicht genügend Tore erzielen, muss wenigstens die Abwehr- und Torwartleistung stimmen. „Wir müssen besser decken, um etwas Zählbares in dieser starken Liga zu holen. Wenn wir nur 25 oder 26 Gegentore bekommen, dann ist auch für uns mal ein Punkt möglich“, meinte Matschke.

Das Deckungsverhalten beginnt mit dem schnellen Rückzugsverhalten im Angriff. Hier sieht der Coach Defizite im Vergleich zur Konkurrenz. Spieler wie Feld, Egelhof und Remmlinger sind keine Abwehrspezialisten und werden nach dem abgeschlossenen Angriff ausgetauscht. So hat es der 21-jährige Neuzugang und Torschützenkönig der Dritten Liga, Pascal Bührer, momentan schwer, in das Team zu rutschen. „Ich wurde schon öfters gefragt, warum Pascal nicht spielt. Das hängt mit dem Abwehrverhalten zusammen. Der junge Mann hat bisher zwei Klassen tiefer gedeckt. Er hat Potenzial und wird seine Chancen bekommen“, erklärt Matschke.

Mit dem Spielmacher Andrej Kogut und Kreisläufer Christian Klimek kommen zwei ehemalige Eulen an ihre alte Wirkungsstätte. Nach Siegen über Leipzig und Erlangen sowie einer Niederlage gegen die Rhein-Neckar-Löwen steht die Mannschaft von Florian Kehrmann zu Beginn der Saison im oberen Drittel. „Mit Isaias Guardiola und Fabian van Olphen hat der TBV zwei Hochkaräter hinzubekommen. In der Abwehr besitzt diese Mannschaft Champions-League-Format. Mich überraschen diese Ergebnisse nicht“, betonte Ben Matschke.

Die Fans der Eulen bittet Matschke um Geduld: „Klar, wir brauchen jetzt die ersten Punkte. Für mich ist aber auch wichtig, dass die Mannschaft sich weiter verbessert. Sie wird ihr Bestes versuchen. Ob es zum Sieg ausreicht, das wird sich zeigen.“ Bisher wurden 1620 Karten abgesetzt. „Man darf gespannt sein, wie der Handball-Sonntag mit einer ungewohnten Uhrzeit angenommen wird“, sagte Pressesprecher Jochen Willner.