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Der Plan geht nur eine Halbzeit auf

Hannover. Gunnar Dietrich war nach der 23:33 (9:11)-Niederlage der Eulen Ludwigshafen in der Handball-Bundesliga bei der TSV Hannover-Burgdorf bedient. „Wir haben uns in der ersten Halbzeit teuer verkauft und wurden in der zweiten Hälfte überrannt“, bilanzierte der Kapitän des Eulen gestern.

Bis zur 20. Minute hatte es noch gut ausgesehen. Mit Dietrich als Kopf der Mannschaft stellten die Eulen einen überragenden Abwehrverbund und erlaubten den Gastgebern gerade einmal fünf Tore in diesem Zeitraum. „Wir hatten einen guten Plan“, kommentierte Dietrich den variablen Verbund seiner Mannschaft. Nur in der Chancenverwertung war noch ein wenig Luft nach oben beim Aufsteiger. Alexander Feld und David Schmidt verpassten in Überzahl den zarten Vorsprung der Gäste in der Anfangsphase auszubauen. Die beiden Gegenstöße blieben ohne Torerfolg. Die Eulen hätten deutlicher führen können als 5:3 nach 15 Minuten.

Dann waren die Recken wach, übernahmen nach und nach das Kommando. Dietrich haderte mit sich selbst: „Ich hätte gerade in der Abwehr mehr Verantwortung übernehmen müssen.“ In der Abwehr fand Hannover immer leichter Lücken im Deckungsverbund der Gäste und kam so zu leichten Toren. Hinzu kamen die leichten Fehler im Angriff, die Hannover zu Gegenstößen einlud. „Unsere technischen Fehler waren unser größtes Problem“, haderte Dietrich.

Fehler, die sich in der zweiten Hälfte häuften. Und auch sonst fanden die Ludwigshafener kaum noch ein Durchkommen gegen die robuste und körperlich überlegene Recken-Deckung mehr. Dietrich oder Azat Valiullin strahlten kaum Gefahr aus dem Rückraum aus. „Das war wohl auch eine Sache der Wurfauswahl“, sagte Dietrich. Von Patrick Weber waren bei seinen Kurzeinsätzen nach langer Verletzung keine Wunderdinge zu erwarten. Mannschaftskapitän Gunnar Dietrich fasste den weiteren Spielverlauf dann so zusammen: „Wir hatten nicht mehr den Zug zum Tor.“

Daran soll, vielmehr muss sich etwas ändern. „Wir werden das am Donnerstag gegen Melsungen besser machen“, versprach Dietrich. Denn nach dem 24:24 des TV Hüttenberg gegen Lemgo haben Ludwigshafen und Hüttenberg nun jeweils 13 Punkte. Die Eulen stehen nur deshalb auf einem Nicht-Abstiegsplatz, weil sie die bessere Tordifferenz haben. |env