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Die Sportlerdynastie

Handball: Jurastudent Patrick Weber kommt bei Zweitligist TSG Friesenheim immer besser in Fahrt

Hoch hinaus geht es seit Wochen für Patrick Weber (Mitte) von der TSG Friesenheim. Der Rückraumspieler trifft und trifft. FOTO: KUNZ

LUDWIGSHAFEN (mne). Patrick Weber stammt aus einer Sportfamilie. Bruder Julian ist U23-Europameister im Speerwurf, Schwester Vanessa gehört in Rheinland-Pfalz zur Leichtathletik-Spitze. Patrick spielt bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim Handball. Vor einem Monat gelang ihm der Durchbruch. Seitdem sorgt er für Furore – auch am Samstag beim 34:26 (18:10)-Sieg gegen Tusem Essen.

Patrick Weber blieb nichts anderes übrig. Sein Vater, sein Opa und sein Ur-Opa waren Handballer. Sein Bruder Julian und seine Schwester Vanessa sind erfolgreiche Leichtathleten. Julian ist nah dran, kommendes Jahr bei den Olympischen Sommerspielen in Rio dabei zu sein. Da war klar, dass auch Patrick früher oder später wohl intensiv eine Sportart betreiben würde.

Es wurde Handball. Es wurde aber nicht nur Leistungssport. Der 24 Jahre alte Patrick Weber studiert im zehnten Semester Jura an der Universität Mainz. In zwei Semestern könnte er sich für das erste Staatsexamen anmelden. „Ich weiß aber nicht, ob es momentan richtig wäre, das zu tun, denn derzeit liegt mein Fokus auf Handball“, sagt Weber.

Dort läuft es richtig rund für den zwei Meter langen Weber. Vor dieser Saison kam er vom HBW Balingen-Weilstetten zur TSG. Weber wurde als Mann hinter Kapitän Philipp Grimm für die Linksaußen-Position für zwei Jahre verpflichtet. Nur: „Ich weiß schon immer, dass ich im Rückraum spielen kann“, sagt Weber. Im Spiel gegen Rimpar am 27. November bewies er das. Es waren noch 15 Minuten zu spielen. Weber kam rein, ballerte drei Tore und verhalf der TSG zum Sieg. So war es auch vorigen Dienstag in Rostock (drei Treffer) und am Samstag gegen Essen (drei Tore).

Trainer Ben Matschke wundert das nicht. „Patrick ist zielstrebig, intelligent und hat einen unglaublichen Wurf“, sagt er. In Balingen spielte Weber meist in der zweiten Mannschaft in der Dritten Liga und erzielte in seiner letzten Saison 155 Feldtore. Auch für Philipp Grimm kommt die Entwicklung Webers nicht überraschend. „Ein super Junge, der auch neben dem Handballfeld richtig was auf dem Kasten hat.“ Sein Intellekt war wohl mit ein Grund, warum Weber nie nervös wurde. „Ben redet viel mit uns. Er hat mir immer gesagt, dass er mich braucht und dass meine Gelegenheit kommen wird“, betont Weber. Die Gelegenheit hat er genutzt