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Erfolgreicher Heimauftakt

Handball: Zweitligist TSG Friesenheim hat gestern Abend sein erstes Saisonspiel gewonnen. Gegen den EHV Aue gab es einen 22:20 (11:9)-Erfolg.

Von Stefan Naumer

Der ehemalige Leutershausener Pascal Durak (am Ball) sorgte für Belebung auf der Rechtsaußen-Position. FOTO: KUNZ

LUDWIGSHAFEN. Die Friesenheimer, die neun Neuzugänge im Kader hatten, machten es richtig spannend. Der am Spielrand stehenden und mitfiebernden neuen Geschäftsführerin Verena Dietrich war die Erleichterung nach dem Schlusspfiff anzumerken: „Ich freue mich für Trainer Ben Matschke, die Spieler und die Fans. Ein Sieg zur Heimpremiere ist etwas Schönes. Darauf lässt sich aufbauen.“ Luft nach oben sieht die neue TSG-Chefin bei der Zuschauerzahl. Hallensprecher Thomas Repp verkündete 1035 Besucher. „Ich bin nicht ganz unzufrieden. Es sind Ferien und wir hatten Biergartenwetter. Den Zuschauern, die in der Halle waren, hat es gefallen. Sie haben auch gute Stimmung gemacht. Am Samstag gegen Minden erwarten wir natürlich eine größere Resonanz“, blickte Dietrich voraus.

Viel Lob hatte Coach Matschke für die Jungen im TSG-Team parat. Szenenapplaus erhielt Linksaußen Patrick Weber für zwei sehenswerte Konter zur zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Führung (16:11). „Das haben wir in der Vorbereitung geübt. Unsere Abwehr mit Rückhalt Kevin Klier hat überragend gearbeitet. Bei der 20:16-Führung vergeben wir leider zu viele Chancen und bringend Aue wieder ins Spiel“, gab Weber zu.

Für Belebung auf der Rechtsaußen-Position sorgte der aus Leutershausen gekommene Pascal Durak. Trotzdem hätte das Spiel für ihn besser laufen können. Das lag an zwei vergebenen Siebenmetern. Matschke sprach Durak nach dem ersten Fehlwurf gegen Aues Keeper Eric Töpfer das Vertrauen aus, während der etatmäßige Schütze Philipp Grimm auf der Bank blieb. Durak: „Das hätte ich besser machen müssen. Ich bin froh, dass es am Ende zum Sieg gereicht hat. Aue ist ein unangenehmer Gegner. Wir haben aber immer Lösungen gefunden. Deckung und Torhüter standen bei uns wie eine Eins.“

Philipp Grimm wunderte sich, dass er nach der Pause bis zur 57. Minute auf der Bank Platz nehmen musste. Dann trat der Kapitän zum Siebenmeter an und erzielte das wichtige Tor zum 21:19. „Es ist zum Glück noch einmal gut gegangen. Licht und Schatten haben sich im Spiel abgewechselt. Das ist aber ganz normal, da sich die neue Mannschaft erst finden muss. Wichtig war das Erfolgerlebnis. Das motiviert uns zusätzlich für die Partie gegen Minden“, sagte Grimm.

Viel Luft nach oben, speziell in der Chancenauswertung, sieht Abwehrchef Gunnar Dietrich: „Die Deckung steht recht ordentlich. Wenn wir vorne noch effektiver werden, haben wir gegen Minden unsere Chance. Den einen oder anderen Fehler müssen die Anhänger uns am Anfang verzeihen.“

Den „Eulen“-Fans hat der gestrige Auftritt jedenfalls gefallen. „Ich denke, das wird noch von Spiel zu Spiel besser. Ich glaube an diese Truppe“, sieht Fanbeauftragter Wolfgang Busch die Matschke-Sieben auf einem guten Weg. Mehr Zuschauerunterstützung hätte das Team am Samstag (19 Uhr) gegen Mitabsteiger TSV GWD Minden allemal verdient.