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- Mannheimer Morgen

LUDWIGSHAFEN SCHLÄGT TBV LEMGO VERDIENT MIT 24:20

Eulen siegen mit viel Leidenschaft

LUDWIGSHAFEN. Im vierten Bundesligaspiel war es endlich so weit: Kai Dippe von den Eulen Ludwigshafen durfte endlich wieder eine Humba-Party in der Friedrich-Ebert-Halle "moderieren". Der Aufsteiger fuhr gestern Mittag vor 1812 Zuschauern mit einem 24:20 (9:9) über den TBV Lemgo seine ersten beiden Zähler im Handball-Oberhaus ein.

"Ich bin sehr erleichtert, das war ein fantastisches Spiel meiner Mannschaft", sagte Eulen-Coach Benjamin Matschke und betonte: "Wir hatten diesmal 30 Fouls. In den letzten Spielen hatten wir im Schnitt 15. Das zeigt, mit welcher Leidenschaft wir dieses Mal in die Partie gegangen sind, um das Lemgoer Angriffsspiel zu unterbinden."

Die Eulen begannen in der Abwehr tatsächlich sehr aggressiv. Die TBV-Offensive um den ehemaligen Friesenheimer Andrej Kogut tat sich schwer - auch weil der Ludwigshafener Schlussmann Kevin Klier mit insgesamt elf Paraden einen starken Tag erwischt hatte. Vorne nutzten die Pfälzer ihre Chancen. In der ersten Halbzeit gaben die Eulen den Takt an und lagen bis zum 6:5 (24.) stets in Front. Erst kurz vor der Pause nutzte Lemgo eine kleine Schwächephase der Pfälzer und ging erstmals durch die beiden Treffer von Kogut und Patrick Zieger mit 7:6 (26.) in Führung. Doch zur Pause (9:9) war weiter alles offen.

Dippe lässt die Halle jubeln

Bis zum 16:16 (44.) konnte sich kein Team absetzen, doch dann gelangen Eulen-Keeper Klier gleich drei Paraden in Folge. Trotz der dritten Zeitstrafe für Jan Remmlinger (47.) setzten sich die Eulen in dieser Phase durch Tore von Dippe, Patrick Weber und Alexander Feld auf 19:16 (48.) ab. Lemgo glich dann noch einmal zum 20:20 (53.) aus. In den letzten sieben Minuten ähnelte die Abwehr des Aufsteigers allerdings einem Bollwerk. Die Eulen zogen auf 23:20 (58.) davon und Dippe sorgte schließlich mit seinem Tor zum 24:20 (59.) für die Entscheidung - und Riesenjubel in der Friedrich-Ebert-Halle.

"Die Eulen haben hart in der Abwehr verteidigt und uns etwas den Schneid abgekauft", sagte Lemgo-Coach Florian Kehrmann nach der Partie. Eulen-Keeper Klier sah es ähnlich: "Wir haben uns jetzt von Spiel zu Spiel gesteigert. Diesmal war es unsere bärenstarke Abwehr, die für uns die Partie gewonnen hat."

Eulen Ludwigshafen: Klier, Peribonio - Dietrich (3), Scholz (1), Feld (4), Weber (6), Durak (5/1), Dippe (4), Falk, Bührer, Djozic, Haider, Egelhof (1), Stüber. bol