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„Hammer“ Weber lässt es krachen

HANDBALL: TSG Friesenheim feiert 27:22-Sieg gegen HF Springe – Klier hält überragend – Grimm in Top-Form

Das dritte seiner sechs Tore: Patrick Weber erzielt das 14:8 für die TSG Friesenheim. Ein Mann mit einem Hammerwurf. FOTO: KUNZ

LUDWIGSHAFEN (zkk/nau). Die TSG Ludwigshafen-Friesenheim bleibt daheim ungeschlagen. Im letzten Hinrundenspiel, kurioserweise nach dem Rückrundenstart der Zweiten Handball-Bundesliga ausgetragen, landeten die „Eulen“ gestern Abend einen 27:22 (15:8)-Sieg gegen den Tabellenletzten Handball-Freunde Springe.

Das Schlusslicht, ersatzgeschwächt, auswärts ohne Punkt, sah sich schnell in Rückstand: Die „Eulen“, weiter ohne Martin Slaninka, Pascal Kirchenbauer, Niki Claus und Marco Hauk, führten 4:0 und 8:2, ehe erstmals der Schlendrian Einzug hielt. Da missglücken einige Kreisanspiele, da häuften sich die technischen Fehler, der Gast kam zu Tempogegenstößen. Gerade der zuletzt so brillante Nico Büdel schien unkonzentriert, weil überspielt. So kam Springe bis zur 24. Minute auf drei Tore heran (24.). Dann aber kamen die großen Momente Patrick Webers. Er ließ es krachen, hämmerte den Ball dreimal in Folge in die Maschen. So hieß es 14:8, der gute Robert Wetzel im Tor des Aufsteigers war chancenlos. Die 15:8-Pausenführung der „Eulen“ war auch ein Verdienst von Torhüter Kevin Klier. Er spielte erneut famos, wehrte bis zur 51. Minute 18 Würfe, darunter zwei Siebenmeter von Nils Eichenberger und Fabian Hinz, ab.

Es war auch nach der Pause sichtbar, dass das letzte Aufgebot der TSG auf dem Zahnfleisch ging. Gerade auf Halbrechts lief wenig, sowohl Stefan Lex als auch David Schmidt wirkten müde und ausgelaugt. Verständlich bei dem Stressprogramm! „Wir sind nach Schwächephasen aber immer wieder zurückgekommen. Ben Matschke hat uns ermahnt, noch mal Gas vor unseren Zuschauern zu geben“, sagte Kai Dippe. Der Kreisläufer warf fünf tolle Tore, arbeitete die drei Siebenmeter heraus, die der erneut sehr starke Kapitän Philipp Grimm nutzte. Imponierend die Antritts- und Handlungsschnelligkeit von Rechtsaußen Pascal Durak, zu bewundern bei der Balleroberung oder auch beim Tempogegenstoß, den Dippe zum 20:14 nutzte (44.).

Es war gestern bei prächtiger Stimmung vor 1800 Zuschauern aber auch der Abend von Patrick Weber, der seine Einsatzzeiten im Rückraum bei acht Versuchen zu sechs Treffern nutzte. „Es war mein bisher bestes Spiel für die TSG“, frohlockte Weber, der in den ersten Monaten ausschließlich auf Linksaußen zu Kurzeinsätzen kam, meist aber hinter Routinier Grimm zurückstehen musste. „Ich bin froh über jede Minute im Rückraum. Es gibt ja keinen Grund, auf Linksaußen was zu ändern, wo Philipp Grimm eine überragende Runde spielt“, sagte Weber.

„Ich bin einfach glücklich. Die Mannschaft ist nach vier Spielen in elf Tagen einfach platt, hat aber in der ersten Halbzeit einen begeisternden Handball gespielt und den Grundstein zum Sieg gelegt“, kommentierte TSG-Coach Matschke.

So spielten Sie

TSG Lu-Friesenheim: Klier (51. Peribonio) - Lex, Büdel (2), Dietrich (3) - Durak (2), Grimm (7/3) - Dippe (5) - Kupijai (1), Schmidt (1), Weber (6), Sorda, Novo

Handball-Freunde Springe: Wetzel - Coors, Halilbegovic (1), Kastening (2) - Eichenberger (4), Hinz (4/2) - Bosy (4) - Schüttemeyer (1), Fauteck (3), Ossenkopp (3)

Spielfilm: 4:0 (7. Minute), 8:2, 10:7, 11:8, 15:8 (Halbzeit), 20:14, 24:16, 26:20 (58.), 27:22 (Endstand) - Siebenmeter: 4/3 - 4/2 - Zeitstrafen: 2:3 - Beste Spieler: Klier, Grimm, Weber - Wetzel, Bosy - Zuschauer: 1800 - Schiedsrichter: Köppl/Regner (Nieder-Olm).