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Schon wieder nette Worte

HANDBALL: Eulen Ludwigshafen ernten Lob, verlieren aber auch in Göppingen

VON MAREK NEPOMUCKý

Göppingen. Die lobenden Worte der Gegner klingen schön. Letztendlich bringen sie den Eulen Ludwigshafen nichts. Rein gar nichts! Auch am Donnerstagabend nach der 28:32 (12:16)-Niederlage bei Frisch Auf Göppingen gab es Anerkennung für die Ludwigshafener. Aber: Dem Tabellenletzten der Handball-Bundesliga helfen nur noch Punkte, sonst ist der Abstieg besiegelt.

„Schreibt uns noch nicht ab“, sagte Ben Matschke, der Trainer der Eulen, trotzig nach der Heimschlappe am 25. Februar gegen den TVB Stuttgart. Noch ist der Abstieg abzuwenden. Noch haben die Eulen bei zwei Punkten Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz die Chance, den Klassenverbleib zu schaffen. Noch sind sieben Spiele zu absolvieren. Aber: Die Eulen müssen siegen. Nur Punkte helfen dem taumelnden Aufsteiger.

Sehr viele Gelegenheiten zu punkten, bekommt das Team nicht wirklich. Am 19. April (in Nettelstedt) und am 29. April (gegen Hüttenberg) stehen wohl die wichtigsten Partien in dieser Saison an.

Wichtig war auch das Spiel in Göppingen. Denn Frisch Auf hatte eine strapaziöse Woche hinter sich. Drei Spiele in sechs Tagen – die Eulen hatten sich insgeheim etwas ausgerechnet. Doch die Gedankenspiele waren nach 15 Minuten Makulatur. Die Eulen begannen gut, führten bis zur 14. Minute. Aber Marcel Schiller, mit zehn Treffern der überragende Spieler, brachte Göppingen eine Minute später erstmals in Führung. Die gaben die Schwaben nicht mehr ab. Göppingen bleibt damit in diesem Jahr zu Hause weiter ungeschlagen. Die Eulen dagegen sind in der Fremde ein gerngesehener Punktelieferant. Ein Zählerchen gab es bislang – im Dezember in Erlangen.

Dagegen ernten die Eulen immer wieder Lob vom Gegner. Das war auch am Donnerstag wieder der Fall. Göppingens Trainer Rolf Brack sagte beispielsweise: „Zwei Teams in der Liga sind deutlich schlechter, Hüttenberg und Nettelstedt.“ Und: „Die Zuschauer haben gemerkt, dass dieses Spiel kein Selbstläufer wird. Es war ein Arbeitssieg, ein Sieg des Willens, des Charakters.“

Der Wille und der Charakter ist bei den Spielern der Eulen Ludwigshafen vorhanden. Doch es fehlt an Konstanz und an Qualität. „Wenn man in Göppingen etwas mitnehmen möchte, bedarf es einer außergewöhnlichen Leistung in allen Teilen. Die hatten wir bei den Torhütern nicht“, kritisierte Matschke und beließ es dabei. Denn er weiß, dass er eben diese Torhüter für den Schlussspurt braucht. „Es gibt Spiele, die wir gewinnen müssen und wollen“, sagte Eulen-Geschäftsführer Marcus Endlich. David Schmidt, bester Akteur der Eulen in Göppingen, präzisierte die Aussage. Neben Pflichtsiegen in Nettelstedt und zu Hause gegen Hüttenberg „rechne ich uns auch gegen Melsungen und Erlangen was aus“.

Siege gegen diese Teams werden wohl nötig sein, um nicht abzusteigen. Sonst wird womöglich wieder kondoliert: „Die Eulen leisten tolle Arbeit mit ihren Möglichkeiten, auch wenn sie am Ende keine Punkte haben“, sagte Christian Schöne, Sportlicher Leiter von Frisch Auf Göppingen. Genau das wollen die Eulen nicht mehr hören – sondern Punkte.

So spielten Sie

Frisch Auf Göppingen: Rebmann (ab 30. Prost) - Kneule (6), Espersen (1), Fontaine (3) - Rentschler (1), Ritterbach (1) - Kozina (5) – Bagersted (2), Schiller (10/6), Pfahl (2), Halén (1)

Eulen Ludwigshafen: Peribonio (18. Hanemann für einen Siebenmeter, 33. - 53.) - Schmidt (8), Feld (4), Dietrich (2) - Durak (1), Scholz (1) - Dippe (3) – Valiullin (3), Bührer, Hruscak, Haider (1), Falk (1), Djozic (4/3)

Spielfilm: 5:7 (10.), 8:7, 15:10, 16:12 (Halbzeit), 23:18 (44.) - Siebenmeter: 6/6 – 4/3 - Zeitstrafen: 3/6 – Rote Karte: Kozina (56.) - Beste Spieler: Schiller, Kozina, Kneule – Schmidt, Dippe - Zuschauer: 3900 - Schiedsrichter: Dinges/Kirsch (Eggenstein).