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Weber zeigt seine Klasse

Handball: Die TSG Friesenheim bleibt zu Hause ungeschlagen. Der Zweitligist hatte allerdings gestern Abend ziemlich viel Mühe beim 34:31 (17:15)-Sieg gegen den SV Henstedt-Ulzburg.

Von Marek Nepomucky

TREFFSICHER
Eines der sechs Tore von Patrick Weber ist unterwegs. (foto: kunz)

Ludwigshafen. Das Herumgeeiere fand vor dem Anpfiff ein Ende. Nico Büdel, Spielmacher der TSG Friesenheim, wechselt zur kommenden Saison zum Ligakonkurrenten HSC 2000 Coburg. Der 26 Jahre alte Büdel folgt damit seinem Mitspieler Stefan Lex. Beide unterschrieben einen Zweijahres-Vertrag beim aktuellen Tabellendritten. Lex kam 2013 zur TSG, Büdel 2014.

Patrick Weber kam erst vor dieser Saison. Aber er spielte gestern wieder einmal, als ob er schon seit Jahren Bestandteil dieser Mannschaft sei. Der 24 Jahre alte Jura-Student ist eine der großen Überraschungen dieser Saison. Seit er öfters spielen darf, zeigt Weber seine Klasse. Gestern erzielte er sechs Tore und war nach Kapitän Philipp Grimm (7) zweitbester TSG-Werfer. Damit knüpfte der Bruder von U23-Speerwurf-Europameister Julian Weber nahtlos an seine Leistungen im Dezember 2015 an. Gegen Springe traf Weber auch sechsmal.

Allerdings holperte es gestern vor 1288 Zuschauern in der Friedrich-Ebert-Halle bei der TSG, die bis zur 16. Minute immer einem Rückstand hinterherlief. Büdel drehte mit seinem Tor zum 10:9 das Blatt. Fortan lag die TSG vorne. Besonders sehenswert in dieser Phase war das Tor zum 14:11, als Lex eine klasse Kombination über Büdel und Durak abschloss.

Solche Schmankerl gab es jedoch wenig zu bewundern. Die TSG hatte Mühe mit den Norddeutschen. „Wir hatten uns noch an die Hinspielniederlage erinnert“, sagte Weber. 26:27 verlor Friesenheim damals unglücklich. Gestern drohte ein Déjà-vu. Denn zum Ende der Partie hin wieder wurde es wieder eng. Der starke Henstedter Julian Lauenroth glich zum 30:30 aus. Die Partie drohte zu kippen. Dabei führte die TSG zwischenzeitlich schon mit sechs Toren (45.). Weber: „Doch dann hatten wir wieder so einen Hänger wie schon in den Spielen zuvor. Aber unterm Strich zählt nur der Sieg.“ Der Sieg hing sozusagen am seidenen Faden. Stefan Lex traf zum 31:30. Dann hielt Roko Peribonio, der für den gesundheitlich angeschlagenen Kevin Klier im Tor stand, einen wichtigen Ball von Hamza Kablouti. Zweimal Lex und Grimm wischten dann letzte Zweifel am zehnten Heimsieg beiseite. Damit bleibt die TSG eine Heimmacht. 22:2 lautet die Bilanz in eigener Halle. Und letztlich zählt doch nur das Ergebnis.

TSG Friesenheim: Peribonio (45. Klier für einen Siebenmeter) - Lex (8), Büdel (2), Dietrich (4) - Durak (3), Grimm (7/4) - Dippe (1) - Slaninka, Kupijai (1), Weber (6), Kastening (2)

SV Henstedt-Ulzburg: Rundt (19. Schmidt für einen Siebenmeter, 21.-30., ab 41.) - Eggert (4), Kibat (6/5), Stefan (3) - Lauenroth (7), Thöneböhn - Laursen (1) - Bitterlich (3), Brauer (3), Völzke (4), Kablouti

Spielfilm: 1:2 (5.), 4:6 (10.), 8:9 (16.), 13:10 (21.), 17:15 (30.), 20:15 (32.), 24:19 (41.), 27:22 (47.), 28:26 (52.), 30:30 (58.), 32:30 (59.), 34:31 (60.) - Zeitstrafen: 4:2 - Siebenmeter: 4/4 – 5/5 - Beste Spieler: Lex, Weber, Grimm – Lauenroth, Kibat - Zuschauer: 1288 - Schiedsrichter: Dedens/Geckert (Magdeburg). (mne)