Die Eulen Ludwigshafen

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„Wir müssen jetzt liefern...“

Handball: Die Eulen bauen morgen gegen THW Kiel auf Torhüter Stefan Hanemann. Kreisläufer Frederic Stüber gibt sein Comeback. Ein Hoffnungsträger.

VON HORST KONZOK

Ludwigshafen. Roko Peribonio verletzt. Kevin Klier verletzt. So steht Stefan Hanemann, im Januar vom Zweitligisten Konstanz gekommen, morgen (12.30 Uhr) im Tor der Eulen Ludwigshafen, die als großer Außenseiter ins Spiel gegen den Bundesliga-Sechsten THW Kiel gehen, der wieder merklich im Aufwind ist. Im Pokal waren die Eulen gegen THW lange nah dran an einer Sensation. Knapp vorbei aber ist auch daneben. Wie zu oft in dieser Saison!

„Unser Vertrauen liegt bei Stefan. Er bekommt die maximale Unterstützung. Er bringt alles mit für einen guten Torwart. Aber lieber wäre mir, ich hätte noch einen zweiten ...“ , sagt Eulen-Trainer Ben Matschke. Der Verein ist auf der Suche nach einem Nothelfer fürs Tor – eine Herkulesaufgabe für Geschäftsführer Marcus Endlich. Ein schwieriger Markt, wenn Ebbe in der Kasse ist.

„Die große Problematik ist die Finanzierbarkeit. Wir sind am Ende der Runde, haben unsere Mittel ausgeschöpft“, sagt Matschke, der morgen auch auf Rechtsaußen Pascal Durak verzichten muss, der einen Bänderriss erlitten hat. Für ihn spielt Alexander Falk, der Junioren-Nationalspieler. „Da mache ich mir gar keine Sorgen. Die Außen funktionieren“, sagt Matschke auch mit Blick auf die Linksaußen „Johnny“ Scholz und Denni Djozic. Matschke freut sich, dass Kreisläufer Freddy Stüber sein Comeback gibt. „Er trainiert seit zwei Wochen voll mit. Er wird der Mannschaft mit seiner Mentalität guttun“, sagt der Coach. „Ich soll, ich darf Spielpraxis sammeln“, sagt Stüber, der nach einer Handoperation froh ist, wieder dabei zu sein. „Ich freue mich, dass ich wieder Spielpraxis bekomme, dass ich die Jungs unterstützen darf. Man merkt, dass man den ein oder anderen Impuls geben kann. Ich hoffe, dass ich ein bisschen positive Energie reinbringen kann“, betont der wuchtige Kreisläufer. Er war so richtig angekommen bei den Eulen, traf gut, war eine Säule der Abwehr, als ihn das Verletzungspech ereilte. Die Hoffnung auf den Klassenverbleib hat Stüber noch nicht aufgegeben. „Es sind drei Punkte Rückstand auf Lübbecke. Wenn wir unsere Pflicht erfüllen, sechs Punkte holen, dann ist es noch zu schaffen“, sagt Stüber, der den verschenkten Punkten aus der Hinrunde nachtrauert: „Der Punkt ist, dass wir jetzt liefern müssen!“

Das wird gegen THW Kiel kaum möglich werden. Wenngleich Stüber, der Optimist, nicht schon vorher aufgeben mag: „Es gibt ja immer auch Überraschungen.“